Kleider teilen und Kindern im Libanon helfen

  • Hilfswerke - 06.11.2019

Zum Fest des heiligen Martin am 11. November startet zum 17. Mal die Kleiderteilaktion „Meins wird Deins“. Die in Augsburg ansässige „Aktion Hoffnung“ rief am Mittwoch in Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ bundesweit Kindertagesstätten, Schulen und Pfarrgemeinden auf, gut erhaltene Kleidung zu spenden. Diese wird gesammelt, sortiert und dann über die Secondhand-Shops der Hilfsorganisation verkauft. Der Erlös soll Flüchtlingskindern im Libanon zugutekommen.

2018 beteiligten sich laut Mitteilung bundesweit 550 Einrichtungen und spendeten knapp 9,8 Tonnen Kleidung und Schuhe. Der Verkaufserlös habe gut 16.000 Euro betragen. In diesem Jahr erwartet die „Aktion Hoffnung“ Pakete von mehr als 700 Einrichtungen.

„Mit der Unterstützung der Aktion 'Meins wird Deins' helfen schon die Jüngsten in unserer Gesellschaft mit, dass nachhaltige Hilfe geleistet werden kann“, erklärte der Augsburger Diözesanadministrator und Aufsichtsratsvorsitzende der „Aktion Hoffnung“, Bertram Meier. Von dem Erlös sollen syrische Kinder in libanesischen Flüchtlingslagern profitieren. Der Jesuitenorden hat in der Bekaa-Ebene mehrere Zentren errichtet, in denen sich Sozialarbeiter und Psychologen um die jungen Menschen kümmern.

Dossier

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. Seit 1959 organisiert es in Deutschland die „Aktion Dreikönigssingen“, seit 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).


Zum Dossier

Die „Aktion Hoffnung“ ist eine Hilfsorganisation des Bistums Augsburg und des internationalen Hilfswerks Missio München. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt sie Entwicklungsprojekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa durch finanzielle Hilfen, Hilfsgütertransporte und fairen Handel. Sie finanziert sich vorwiegend durch die Sammlung und Verwertung modischer Secondhand-Kleidung, die sie nach ökologischen und sozialen Kriterien betreibt.

Der heilige Martin lebte im vierten Jahrhundert und war ein römischer Soldat, bevor er gegen seinen Willen zum Bischof von Tours in Frankreich gewählt wurde. Die nach ihm benannten Umzüge am 11. November erinnern an eine legendäre gute Tat, bei der der Offizier seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte.

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