Gläubige aus ganz Lateinamerika sitzen in einem kreisförmigen Versammlungsraum in Mexiko Stadt. An der Wand hängt eine Leinwand, auf die eine Videokonferenz projiziert wird.
Synodaler Prozess der Weltkirche

Synodaler Prozess der Weltkirche

Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung: Unter diesen Stichworten sprechen 2021-2023 Katholiken weltweit über ihren Glauben und die Zukunft der Kirche.

Hintergrund

Synodaler Prozess

Die Kirche Gottes ist zu einer Synode zusammengerufen!

Am 9. Oktober 2021 wurde der weltkirchliche synodale Prozess feierlich in Rom eröffnet, am 17. Oktober begann er offiziell auch in allen Teilkirchen. Über mehrere Etappen hinweg werden sich Menschen weltweit über die Erneuerung der Kirche Gedanken zu machen und austauschen. „Genau dieser Weg der Synodalität ist das, was Gott sich von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet“, betonte Papst Franziskus 2015 bei einer Veranstaltung zum 50. Jahrestag der Errichtung der Bischofssynode. Ein wichtiges Zwischenziel des synodalen Prozesses ist die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 2023. Dort sollen – nach einer nationalen und kontinentalen Phase – Ergebnisse und Erfahrungen aus aller Welt zusammengetragen werden, die anschließend in einem weiteren Schritt wieder in die Ortskirchen eingebracht werden. 

„Dieser Weg, der der Spur des vom II. Vatikanischen Konzil der Kirche vorgeschlagenen ‚aggiornamento‘ folgt, ist Gabe und Aufgabe: Wenn sie gemeinsam unterwegs ist und gemeinsam über den zurückgelegten Weg nachdenkt, kann die Kirche aus ihren Erfahrungen lernen, welche Prozesse ihr helfen können, die Gemeinschaft zu leben, die Teilhabe aller umzusetzen und sich der Sendung zu öffnen“, heißt es im offiziellen Vorbereitungsdokument zum synodalen Prozess. „Unser ‚gemeinsames Gehen‘ ist tatsächlich das, was wesentlich die Natur der Kirche als pilgerndes und missionarisches Volk Gottes verwirklicht und darstellt.“

Generalsekretariat der Bischofssynode/weltkirche.de

Synodaler Prozess

Fahrplan der weltweiten Synode

Papst schickt gesamte Weltkirche auf einen synodalen Weg
Weltkirche

Papst schickt gesamte Weltkirche auf einen synodalen Weg

Die ursprünglich für Oktober 2022 geplante Bischofssynode in Rom wird von Papst Franziskus zu einem zweijährigen synodalen Weg ausgebaut. Wie der Vatikan am Freitag mitteilte, sind für die Synode zum Thema Synodalität der Kirche drei Phasen vorgesehen: eine diözesane, eine kontinentale und eine weltkirchliche. Ziel sei es, allen Gläubigen Gelegenheit zu bieten, „aufeinander und auf den Heiligen Geist zu hören“, wie es Franziskus einmal formulierte.

Zum Thema

Kardinal Anders Arborelius, Bischof von Stockholm, Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz
Stockholms Kardinal zu Synodalität und schwedischer Mentalität

„Niemand braucht eine Kirche, die sich nur mit sich beschäftigt“

Der Bischof von Stockholm, Kardinal Anders Arborelius (73), zählt zu den Kritikern des Synodalen Wegs in Deutschland. Im Alter von 20 Jahren konvertierte er von der lutherischen zur katholischen Kirche. Seit 1998 ist Aborelius Bischof von Stockholm, von 2005 bis 2015 war er Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz, seit 2017 ist er Kardinal. Ein Gespräch über den synodalen Prozess, das gefährdete Volk der Samen – und den NATO-Beitritt Schwedens.
Logo: Synod 2021-2023 For a synodal Church communion participation mission
Synodaler Prozess

Nordische Bischofskonferenz sendet Positionspapier nach Rom

Die katholischen Bischöfe Nordeuropas haben die Ergebnisse ihrer Befragungen zum weltweiten synodalen Prozess der Kirche an den Vatikan geschickt. Wie die Nordische Bischofskonferenz am Mittwoch bekanntgab, beruht das Positionspapier auf den Befragungen von Gläubigen aus den Bistümern Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Helsinki und Reykjavik sowie den Prälaturen Trondheim und Tromsö. Von den 27 Millionen Einwohnern Dänemarks, Schwedens, Norwegens, Finnlands und Islands sind demnach 1,5 Prozent Katholiken. Diese stammten aus insgesamt 100 Nationen, hieß es in der Mitteilung.
Weltkirchliche Perspektiven auf die synodale Kirche
Jahresakademie des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes

Weltkirchliche Perspektiven auf die synodale Kirche

Noch bis Sonntag (1. Mai 2022) findet die Jahresakademie des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) in Bonn statt. Seit Donnerstag (28. April 2022) kommen in Bonn etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 50 Ländern zusammen, um den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland aus weltkirchlicher Perspektive zu beleuchten sowie Reformdebatten in anderen Teilen der Weltkirche in den Blick zu nehmen.