Hände und Füße in Ketten
Menschenhandel

Menschenhandel

Laut Schätzungen sind rund 40 Millionen Menschen auf der Welt Opfer von moderner Sklaverei und organisiertem Menschenhandel. Sie werden als Zwangsarbeiter und, vor allem Frauen und Kinder, als Prostituierte oder auch für den Organhandel ausgebeutet. Menschenhandel ist eine Straftat und eine Verletzung der Menschenrechte. Im Kampf gegen den Menschenhandel setzt die Kirche auf internationale und interreligiöse Zusammenarbeit. Ziel ist es, in Herkunfts- wie Zielländern die Opfer zu schützen, die Täter zu bestrafen, kriminelle Strukturen aufzudecken und zu beseitigen und die Öffentlichkeit aufzuklären.

Hintergrund

Die Ware „Mensch“
Menschenhandel

Die Ware „Mensch“

Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union in den letzten Jahren zugenommen – das dürfte im weltweiten Trend kaum anders aussehen.
Eine Frau verbirgt ihr Gesicht mit der Hand
Das „System Menschenhandel"

Verkauft, betrogen, ausgebeutet – Menschen als Ware

Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des aktuellen Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute funktioniert.
Menschenhandel

Die AG Menschenhandel der Deutschen Bischofskonferenz

Katholische Organisationen und Hilfswerke, die sich im Kampf gegen den Menschenhandel in Deutschland engagieren, arbeiten seit 2014 auf Anregung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz in der „Arbeitsgruppe Menschenhandel“ zusammen. 2019 wurde sie auch förmlich als Arbeitsgruppe der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtet. Den Vorsitz hat Weihbischof Ansgar Puff (Köln) inne. Die Arbeitsgruppe Menschenhandel ermöglicht es den beteiligten Organisationen, ihre Aktivitäten im Kampf gegen Menschenhandel und für die Anliegen der Betroffenen zu bündeln, zu koordinieren und ihre Expertise für politische Arbeit auf verschiedenen Ebenen aufzubereiten. Die Arbeitsgruppe unterhält eine Geschäftsstelle in Berlin.

Der AG Menschenhandel gehören folgende Organisationen an:

„Diese Frauen sind hochtraumatisiert“

Menschenrechtlerin Inge Bell über die Mechanismen von Frauenhandel und Zwangsprostitution.

In der Falle

Eingesperrt und zum Sex gezwungen - Frauenhandel und Zwangsprostitution in Europa. Ein Film von Inge Bell und Ales Pickar.

„Wir müssen mehr Bewusstsein schaffen“

Erzbischof Schick über Menschenhandel und Zwangsprostitution.

Deine Stimme gegen Menschenhandel

Jahrestagung Weltkirche und Mission 2013 – sechs Statements gegen Menschenhandel

Zum Thema

Erste Europäische Konferenz der Santa Marta Gruppe zum Menschenhandel beendet

Auf Einladung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz und des Erzbistums Köln fand am 8. und 9. Februar 2022 die erste Europäische Tagung der Santa Marta Gruppe gegen Menschenhandel statt. Ziel der Online-Veranstaltung mit über 100 Teilnehmenden aus 23 Staaten war es, die Zusammenarbeit zwischen der Kirche, der Polizei und anderen Akteuren zu fördern. Zu diesem Zweck wurde ein Aktionsplan vorgestellt und diskutiert, der Kernprobleme und Schritte der Bekämpfung des Menschenhandels benennt.
Indische Schwester zu Menschenhandel auf Teeplantagen

Indische Schwester zu Menschenhandel auf Teeplantagen

Eine Tasse schwarzer Tee gefällig? Im nordostindischen Bundesstaat Assam pflücken Arbeiter der indigenen Adivasi für zwei Euro pro Tag die weltberühmten Blätter. Die Angehörigen der Minderheit wurden zu Kolonialzeiten aus Zentralindien hierher gebracht. Sie haben bis heute keine offiziellen Papiere und sind Ausbeutung sowie Menschenhandel ausgesetzt. Um sie und weitere indigene Gruppen, vor allem die Frauen und Kinder, kümmert sich die indische Don-Bosco-Schwester Annie Enchenatil. Sie arbeitet in einer Region, in der christliche Mission zum Teil bis vor rund 40 Jahren noch verboten war.
Die Ware „Mensch“
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Die Ware „Mensch“

Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union in den letzten Jahren zugenommen – das dürfte im weltweiten Trend kaum anders aussehen.