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Weihnachten in der Ferne feiern

Weihnachten in der Ferne feiern

Ob die Kirchen und Häuser der Christen im Norden Malis noch stehen, kann niemand genau beantworten. Spätestens als die Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) am 6. April den Staat Azawad ausrief, flüchteten vermutlich die wenigen Christen, die noch nördlich des Nigers lebten, in den Süden. Damit entgingen sie auch den radikalen Islamisten, die seit Mitte April den Norden unter ihre Kontrolle brachten. Fern der Heimat bereiten sich Malis Christen nun auf Weihnachten vor – als Flüchtlinge im eigenen Land.
Westafrika: Demokratie im Abwärtstrend

Westafrika: Demokratie im Abwärtstrend

Nach zwei Tagen, die in Burkina Faso von Spekulationen und Unsicherheit geprägt waren, bringt eine Fernsehansprache am Montagabend erstmals Klarheit: Eine Gruppe von Soldaten, die sich „Patriotische Bewegung für Schutz und Wiederherstellung“ (MPSR) nennt, hat die Macht übernommen und den in der Kritik stehenden Präsidenten Marc Roch Christian Kabore abgesetzt. Die Verfassung ist ausgesetzt, Regierung und Nationalversammlung sind aufgelöst. Die Grenzen sind dicht, und nachts gilt Ausgangssperre. Unterzeichnet ist das Kommunique von Oberst Paul Henri Damiba, der schon zuvor als Kopf des Putsches gehandelt wurde.
Nur ein kurzes Aufatmen in Mali

Nur ein kurzes Aufatmen in Mali

Auch am fünften Tag nach der französischen Militärintervention gehen in Mali die Kämpfe weiter. Verschiedenen Berichten zufolge sollen mittlerweile 750 Soldaten aus Frankreich vor Ort sein, weitere könnten in den kommenden Tagen in das westafrikanische Land gesandt werden. Wohl auch deshalb ziehen sich die Islamisten nun offenbar mehr und mehr aus den besetzten Städten zurück. In Frankreich wird das als Erfolg gewertet. Auch in Mali macht sich zumindest ein wenig Erleichterung breit. Sorgen bereiten hingegen die neuen Flüchtlingsströme aus dem Norden.
Mali: „Es ist eine große Verunsicherung zu spüren“

Mali: „Es ist eine große Verunsicherung zu spüren“

Monatelang hatten Islamisten den Norden Malis besetzt gehalten. Durch die Unterstützung des französischen Militärs konnten inzwischen viele von den besetzten Städten zurückerobert werden. Doch die Lage im Land ist weiterhin höchst instabil. Dies bekommen auch die Salesianer Don Boscos zu spüren. Sie sind seit über 30 Jahren vor allem im ländlichen Raum Malis aktiv. Ulla Fricke, Pressesprecherin der Don Bosco Mission, berichtet von der derzeitigen Situation im Land.
Islamisten zerstören Weltkulturerbe in Mali

Islamisten zerstören Weltkulturerbe in Mali

In Mali herrscht Wut und Entsetzen: Wie am Montag bekannt wurde, haben Islamisten in Timbuktu eine Bibliothek mit jahrhundertealten Schriften in Brand gesetzt. Rund 15.000 bis 20.000 Schriften aus dem 14. und 15. Jahrhundert sollen sich in dem zerstörten Ahmed-Baba-Zentrum befunden haben. „Es ist eine große Schande und völlig unbegreiflich“, sagt der Direktor des malischen Nationalmuseums in Bamako, Samuel Sidibe. Wie viele der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Schriften tatsächlich zerstört wurden, ist derzeit noch unklar.
Bamakos Erzbischof setzt auf Versöhnungsprojekte

Bamakos Erzbischof setzt auf Versöhnungsprojekte

Nach der Militärintervention unter der Federführung Frankreichs herrscht in Mali Erleichterung. Die Terroristen und Islamisten sind aus den Städten Gao, Timbuktu und Kidal vertrieben worden. Im Norden muss niemand mehr Angst vor der Einführung der Scharia haben. Der Erzbischof von Bamako, Jean Zerbo, warnt jedoch vor zu großem Optimismus. Die Krise in Mali sei noch lange nicht beendet, sagte er. Zunächst müsse man sich nun die Frage stellen, warum sich Terroristen und Islamisten ausgerechnet im Norden Malis ausgebreitet hätten.
Französischer Militäreinsatz in Mali

Französischer Militäreinsatz in Mali

Die Bürger Malis begrüßen das militärische Eingreifen Frankreichs. Nachdem die islamistischen Gruppen am 10. Januar die Stadt Konna eingenommen haben, hatten die Menschen den Atem angehalten und befürchtet, dass der Vormarsch der Rebellen in den Süden fortgesetzt werden könnte“, berichtete der Sekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele, dem Missionspressedienst Fides. Durch das militärische Eingreifen Frankreichs konnte dieser Vormarsch gestoppt und Konna zurückerobert werden.