Neue Initiative für fair produziertes Spielzeug gegründet

  • © Bild: Fair Toys Organisation
  • Fairer Handel - 18.07.2020

In Nürnberg hat sich eine Initiative für fair produziertes Spielzeug gegründet. Die „Fair Toys“-Organisation soll für bessere soziale und ökologische Standards in der Branche sorgen, wie Vertreter der Organisation am Dienstag in Nürnberg mitteilten. Geplant sind demnach etwa regelmäßige Kontrollen in ausländischen Produktionsstätten. Auch sollten dort flächendeckend Kontaktpersonen etabliert werden, um langfristig Vertrauen zu den Arbeitern aufzubauen. In den nächsten zwei Jahren wolle man zudem ein unabhängiges Siegel etablieren, hieß es weiter.

Maßgeblich angestoßen wurde das Projekt den Angaben zufolge von der Christlichen Initiative Romero, einer Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Mittelamerika einsetzt. Maik Pflaum, Referent für Arbeitsrechte bei der Romero-Initiative, sagte zu „Fair Toys“: „Dieser einzigartige Ansatz sorgt für Glaubwürdigkeit und ermöglicht nachhaltige und strukturelle Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.“

Als Gründungsmitglieder der Organisation sind unter anderem der Plüschtier-Hersteller Heunec, der Puppen-Macher Zapf sowie die Spielwaren-Produzenten Haba und Sigikid mit dabei. Unterstützt werde „Fair Toys“ von der Stadt Nürnberg und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Deutschland, hieß es weiter. Nürnberg habe man als Gründungsort ausgewählt, weil dort alljährlich die weltgrößte Spielwarenmesse stattfinde und dabei regelmäßig zahlreiche Branchenvertreter zusammenkämen.

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Der Faire Handel – in Deutschland vor mehr als vier Jahrzehnten begonnen – steht für gerechte und partnerschaftliche Handelsbeziehungen und dafür, dass Produzenten menschenwürdig leben können.


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© Text: KNA