
Die Schöpfungszeit 2025 gestalten
Weltweit sind Menschen im September eingeladen, gemeinsam die Schöpfung zu feiern – und sich für sie einzusetzen. Wie kann das konkret aussehen?
Aktualisiert: 29.08.2025
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In der Zeit vom 1. September bis zum 4. Oktober sind Christinnen und Christen in der Ökumene weltweit eingeladen, gemeinsam die Schöpfung zu feiern, Zeichen zu setzen und verantwortlich zu handeln. Doch was können Gemeinden, Christinnen und Christen, Kinder oder Familien konkret zur Bewahrung der Schöpfung beitragen? Eine ganze Menge!
Inspiration dafür bietet beispielsweise der neue Kalender Schöpfungszeit 2025, der vom Netzwerk Eine Erde herausgegeben wird. Der großformatige Bildkalender führt Tag für Tag durch die Schöpfungszeit – mit eindrücklichen Bildern und kurzen Texten, Gebeten und Gedichten sowie mit weiterführenden Infos über QR-Codes.
Anhand eines zentralen Wortes können die Leserinnen und Leser wochenweise dem nachspüren, was der Redaktion gut, genug und gesund erscheint, welche Möglichkeiten uns kostenfrei zur Verfügung stehen und vor allem – was gemeinsam schaffbar ist.
Aktionen in Gemeinden und Gruppen
Alle Christinnnen und Christen sind dazu aufgerufen, sich in der Schöpfungszeit in Gemeinden oder Gruppen zu gemeinsamen Aktionen zu verabreden, doch das Netzwerk kann weit darüber hinaus gesponnen werden. Der Aufruf gilt weltweit: So bittet auch Papst Leo XIV. in seiner Botschaft zum 10. Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung 2025 um Teilnahme. Daher lohnt sich auch der Blick in und der Austausch mit internationalen Partnergemeinden und -bistümern: Was geschieht dort und wo kann vielleicht sogar zusammengearbeitet werden?
Wer Inspiration für Aktionen rund um die Schöpfungszeit braucht, kann beispielsweise einen Blick in diese Handreichung des Netzwerks Eine Erde werfen. Eine besondere Aktion, die während der Schöpfungszeit startet, ist auch der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, der am 25. September in Dresden startet und über rund 300 Kilometer ins polnische Wałbrzych (bis 1945 als Waldenburg bekannt) führt. Die ökumenische Initiative „Churches for Future“ ruft zudem zur Teilnahme am kommenden Klimastreik (20. September) auf.
Gebete und liturgische Impulse finden sich beispielsweise in der Enzyklika Laudato Si' oder auf der umfangreichen Laudato Si'-Jubiläumsseite der Deutschen Bischofskonferenz.
Schöpfungszeit 1. September bis 4. Oktober
Jahr für Jahr rufen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen gemeinsam zur jährlichen Schöpfungszeit auf. Gläubige aus aller Welt sind aufgefordert, sich mit dem Schutz und der Bewahrung unserer Mitschöpfung und Mitgeschöpfe zu beschäftigen. Die Idee einer ökumenischen „Schöpfungszeit“ entstand bereits vor rund 30 Jahren. Damals empfahl der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I einen „Tag der Bewahrung der natürlichen Umwelt“ einzuführen. Das Europäische Christliche Umweltnetz (ECEN) griff diesen Vorschlag auf und schlug eine Schöpfungszeit vor. Im Jahr 2007 empfahl die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung der Kirchen in Sibiu, die Zeit vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu würdigen. Auch Papst Franziskus hat im Jahr 2015 einen jährlichen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September angeregt. Papst Leo XIV. setzt diese Tradition fort.
Initiator des in Deutschland weit verbreiteten Kalenders ist das Ökumenische Netzwerk Eine Erde. Dieses bundesweite Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Idee der Schöpfungszeit weiterzuverbreiten und zu stärken. Als Netzwerk von rund 130 kirchlichen Trägern (Landeskirchen, Hilfswerken, Bistümern, Akademien, Vereinen, Instituten, Stiftungen) möchten sie lernen und Impulse dazu geben, wie Kirchen zum Gelingen eines „Gerechten Wandels“ beitragen können. Eine Erde versteht sich nach eigener Aussage dabei als Dachnetzwerk, Suchbewegung und Zukunftswerkstatt für Kirche und Gesellschaft und möchte zu einer neuen, transformativen christlichen Praxis finden und anregen.
weltkirche.de mit Material von Eine Erde

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