Burundis Bischöfe zweifeln Wahlergebnis an

  • Afrika - 30.05.2020

Burundis katholische Bischöfe zweifeln den Ausgang der Präsidentschaftswahlen an. Bei dem Urnengang vor einer Woche habe es „viele Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Freiheit und Transparenz des Wahlprozesses“ gegeben, erklärten sie am Mittwoch. Auch die Opposition des ostafrikanischen Landes verkündete, den Sieg der autoritären Regierungspartei CNDD-FDD nicht anzuerkennen.

Burundis Bischöfe hatten nach eigenen Angaben landesweit mehr als 2.700 Wahlbeobachter entsandt. Sie berichten unter anderem von „mehrfacher Stimmabgabe“. Bei anderen Zwischenfällen seien Wähler gezwungen worden, einen bestimmten Kandidaten zu wählen. Außenstehende seien an der Auszählung der Stimmen beteiligt gewesen, während die kirchlichen Beobachter ausgeschlossen worden seien.

Schon im Vorfeld hatte die Regierung von Präsident Pierre Nkurunziza internationale Wahlbeobachter unter Corona-Quarantäne gestellt und vom Wahltag ausgeschlossen. Seit fünf Jahren befindet sich die ehemalige belgische Kolonie im Ausnahmezustand. Damals hatte sich Nkurunziza vom Verfassungsgericht eine dritte Amtszeit absegnen lassen und regiert seither zunehmend autoritär. 

Der Sieg seines Nachfolgers Evariste Ndayishimiye (52) werde wenig an dem repressiven Kurs ändern, schätzen Beobachter. Vor der Wahl gab es vermehrt Angriffe auf Aktivisten, Oppositionelle und Journalisten.

© Text: KNA

Kaduna - 15.09.2021

Die Nachrichten aus dem Bundesstaat Kaduna sind besorgniserregend. In den vergangenen Wochen wurden Dutzende Menschen entführt und ermordet. Kirchenvertreter werfen der Regierung Untätigkeit vor.

Artikel lesen


Lusaka - 17.08.2021

In Sambia hat der langjährige Oppositionsführer Hakainde Hichilema einen historischen Sieg errungen. Der 59-Jährige konnte sich laut staatlicher Wahlbehörde mit 2,8 Millionen Stimmen gegen Amtsinhaber Edgar Lungu (1,8 Millionen) durchsetzen. Der Präsident hatte die Wahl am Wochenende für „nicht frei und fair“ erklärt, nachdem es vor dem Urnengang zu Unruhen gekommen war. 

Artikel lesen


Missio - 09.08.2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun": Inspiriert von dem Brief an die Galater beschäftigen sich Missio Aachen und Missio München im Oktober mit Menschen in Nigeria und dem Senegal.

Artikel lesen