Bischöfe: Klima-Beschlüsse von Kattowitz ein Teilerfolg

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  • Klimawandel - 17.12.2018

Als „Zwischenschritt auf dem Weg zu einem effektiven Klimaschutz“ würdigen die katholischen Bischöfe Deutschlands die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz. Das Abschlussdokument von Kattowitz sei ein „guter Teilerfolg“, erklärte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, am Montag in Bonn.

„Für den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung ist es wichtig, jetzt nicht ständig „Ja, aber“ zu sagen, fügte der Bamberger Erzbischof hinzu. Man müsse jetzt mit einem „Ja, und“ weiter machen. Weitere Schritte seien nötig.

Klimawandel - 17.12.2018

Misereor kritisiert die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Kattowitz als bei weitem nicht ausreichend.


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Die Christen und alle Menschen guten Willens müssten weiterhin für die 1,5 Grad-Grenze der Klimaerwärmung eintreten und alles tun, damit sie erreicht werde, so Schick. „Die Bewahrung der Schöpfung wird mehr durch das Handeln aller, als durch das Verhandeln der Regierungen erreicht, die alle von ihren Wählern oder Unterstützern abhängig sind. Ohne Werteverhalten ist diese Bewahrung der Schöpfung nicht möglich.“ Dabei seien vor allem Gerechtigkeit und Mäßigkeit, verbunden mit Klugheit und Tapferkeit, gefordert.

Klimawandel - 14.12.2018

Das Klima bei den Klimaverhandlungen wird rauer. Das beobachtet Martina Liebsch von Caritas Internationalis, die beim Klimagipfel in Kattowitz dabei war. Umso mehr seien Kirchen und Zivilgesellschaft auf den Plan gerufen.


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Schick, der einer der Schirmherren des „Ökumenischen Klimapilgerwegs“ ist, sieht in dem „Regelbuch“, auf das sich die Klimakonferenz verständigt hat, einen „wichtigen organisatorischen Rahmen“ für die künftige internationale Zusammenarbeit und die Entwicklung nationaler Klimaschutzprogramme. Gleichwohl komme es jetzt darauf an, dass sich die Länder „weitere ambitioniertere Ziele setzen, die auch durch konsequente Politik verwirklicht werden“. Die Menschheit stehe vor einer gigantischen Herausforderung. Die Industrieländer, auch Deutschland, müssten eine Vorreiterrolle einnehmen.

Klimawandel - 13.12.2018

Mit Blick auf das Ende der UN-Klimakonferenz in Kattowitz an diesem Freitag hat das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit zu einem Wertewandel im Umgang mit der Natur aufgerufen. Auch die Maßnahmen innerhalb der Kirche seien bislang nicht ausreichend.


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Schick zeigte sich beeindruckt vom Engagement katholischer Einrichtungen, für die die Enzyklika „Laudato si'“ von Papst Franziskus eine „großartige Inspiration“ sei. „Auch in Kattowitz war viel zu sehen von einem weltweiten Katholizismus, der sich ganz im Sinne von Papst Franziskus sowohl mit der internationalen sozialen Frage als auch mit der Bewahrung der Schöpfung auseinandersetzt.“ Besonders habe ihn gefreut, „wie stark sich die Erzdiözese Kattowitz und ihr Erzbischof Wiktor Skworc in guter ökumenischer und auch interreligiöser Verbundenheit darum bemüht haben, in der polnischen Öffentlichkeit für eine Klimawende zu werben“.

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Weltkirche-Blog - 03.12.2018

Erzbischof Schick hat an einem Kirchengipfel vor dem Klimagipfel in Kattowitz teilgenommen. Organisiert wurde er von der Theologischen Fakultät der Universität Schlesien in Kattowitz.


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