Brot für die Welt und Misereor kritisieren Haushaltskürzungen
Berlin/Aachen ‐ Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die angekündigten Kürzungen im Bundeshaushalt nun beschlossen. Kritik daran kommt unter anderem von kirchlichen Hilfswerken, die bereits im Vorfeld gewarnt haben.
Aktualisiert: 19.01.2024
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Die kirchlichen Hilfsorganisationen Misereor und Brot für die Welt kritisieren die Haushaltskürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. „Die nun beschlossenen Kürzungen werden Deutschland mittelfristig schaden“, sagte der Geschäftsführer Internationale Zusammenarbeit bei Misereor, Bernd Bornhorst, am Freitag in Aachen. Deutschland könne nur ein verlässlicher Partner sein, wenn nicht weiter bei der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit gespart werde.
Der Haushaltsauschuss des Bundestags hatte den Bundeshaushalt für 2024 am Donnerstag verabschiedet. Anfang Februar müssen Bundestag und Bundesrat dem noch zustimmen. Das gilt jedoch als Formsache.
Die Pläne für die kommenden Jahre müssten nun überdacht werden, so Oliver Märtin. Er ist Direktor Internationale Programme bei Brot für die Welt. Die aktuellen globalen Herausforderungen ließen sich „nur mit einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit meistern“.
KNA
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