Japans Bischöfe fordern Welt ohne Atomwaffen

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  • Kriege und Konflikte - 09.08.2019

Japans katholische Bischöfe erneuern zum 74. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ihren Aufruf zu einer atomwaffenfreien Welt. Sie setzten besondere Hoffnung auf Friedensbotschaften von Papst Franziskus bei seinem im November bevorstehenden Japan-Besuch, berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Freitag.

Der Präsident der Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Mitsuaki Takami von Nagasaki, erklärte, die Bischöfe freuten sich darauf, dass der Papst „eine neue Friedensbotschaft für die Welt“ überbringen werde. Franziskus ist der zweite Papst, der nach Japan reisen wird. Papst Johannes Paul II. besuchte Hiroshima und Nagasaki im Februar 1981 und rief zum Frieden und zur Beseitigung von Atomwaffen auf der ganzen Welt auf.

Deutsche Kommission Justitia et Pax - 31.07.2019

Nach Einschätzung von Prof. Dr. Heinz-Günther Stobbe, Moderator der AG „Gerechter Friede“ der Deutschen Kommission Justitia et Pax, ist die Situation derzeit bedrohlicher als im Kalten Krieg. Nicht zuletzt deshalb fordert die Organisation eine umfassende Ächtung von Atomwaffen.


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Am 6. August 1945 warf die US-Luftwaffe eine Atombombe über der japanischen Großstadt Hiroshima ab, drei Tage später eine zweite über Nagasaki. Nach Schätzungen starben mehr als 250.000 Menschen sofort oder teils Jahre später an Verbrennungen und Strahlenschäden. Japan kapitulierte am 15. August. Papst Franziskus wird die beiden Städte voraussichtlich bei seiner Japan-Reise vom 23. bis 26. November besuchen.

Nagasaki gilt als die „Wiege des Christentums“ in Japan. Überbracht wurde die Religion durch die Portugiesen, die 1543 als erste Europäer nach Japan kamen und Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern etablierten.

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