Bistum Rottenburg-Stuttgart will bis 2050 klimaneutral sein

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  • Bistümer - 03.06.2019

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart will bis 2050 klimaneutral sein. Dies entspricht im Vergleich zum Jahr 2015 einer Reduzierung der Emissionen um 85 Prozent, wie Bischof Gebhard Fürst am Montag vor Journalisten erläuterte.

Fürst gratulierte dabei auch der „Fridays for Future“-Initiative, weil sie „Druck ausübt“. Der Bischof nannte es ein wichtiges Signal, dass bei der Wahl in der Europäischen Union die Zustimmung für die Partei stark zugenommen habe, die sich besonders im Kampf gegen den Klimawandel engagiere.

Leitprinzip des Handelns im Bistum ist laut Fürst, ökologische, soziale und ökonomische Entscheidungen zu verbinden. Die entsprechenden Leitlinien wenden sich an die Kirchengemeinden vor Ort, die Dekanate und an die Bistumsverwaltung. Unterstützt sieht sich Fürst durch Papst Franziskus und dessen Umwelt-Lehrschreiben „Laudato si‘“.

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„Klimagerechtigkeit – ethische und politische Fragen“. Das war das Thema der Jahrestagung Weltkirche und Mission, die von 27. bis 29. Mai 2019 in Würzburg stattfand.


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Im Doppelhaushalt für das laufende und das kommende Jahr sind für das diözesane Klimaschutzkonzept 15 Millionen Euro eingeplant. Zwölf Millionen Euro davon sind für bauliche Maßnahmen und energetische Sanierungen vorgesehen. Drei Millionen werden für sonstige Projekte verwandt.

Fürst präsentierte zugleich eine umweltfreundliche Initiative an seinem Bischofshaus: Auf dem Flachdach des Komplexes wurde im Winter mit dem Bau einer rund 170 Quadratmeter großen Grünfläche begonnen, die verschiedenen Insekten ein Zuhause bieten will. Im Garten wohnen jetzt vier Bienenvölker mit jeweils rund 40.000 Insekten.

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Die Erzdiözese Freiburg ist als erstes Bistum in Deutschland im Jahr 2030 beim Energieverbrauch klimaneutral. Diese Vision hat der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und räumt ein, dass dieses Ziel sehr ehrgeizig ist.


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