Misereor begrüßt Verständigung der Kohlekommission

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  • Ressourcen - 27.01.2019

Das katholische Hilfswerk Misereor begrüßt die Verständigung der Kohlekommission zu einem Kohleausstieg bis spätestens 2038. Allerdings müsse der Ausstieg, „wenn die Bundesregierung die im IPCC-Sonderbericht zu 1,5 Grad zusammengefassten Erkenntnisse der Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ernst nimmt, deutlich beschleunigt werden“, sagte Misereor-Chef Pirmin Spiegel am Samstag in Aachen.

Es sei gut, dass ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess wie der der Kohlekommission einen Kompromissvorschlag ergeben habe, der auch regelmäßige Schritte zur Überprüfung in den nächsten Jahren enthält.

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Bodenschätze sind von zentraler Bedeutung für das moderne Leben – und die Menschen verbrauchen mehr und mehr. Der Boom auf den globalen Rohstoffmärkten könnte besonders in rohstoffreichen Entwicklungsländern dafür genutzt werden, Hunger und Armut zu bekämpfen. Häufig sieht die Realität jedoch anders aus.


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Für die Umsetzung müsse die Bundesregierung verstärkt das gesamtgesellschaftliche Wohl im Blick behalten. „Dazu gehört die globale Perspektive und die Übernahme von Verantwortung für den Klimawandel und seine Folgen für Milliarden Betroffene weltweit“, sagte Spiegel. Schon heute verursache Deutschlands Energiesystem Schäden in mehr oder weniger weit entfernten Regionen dieser Erde, so der Misereor-Chef.

Das Hilfswerk verweist dabei auf Umweltschäden und schwere Menschenrechtsverletzungen in den Abbauregionen von Steinkohle, die in deutschen Kraftwerken weiterhin verbrannt werde. Die Energieunternehmen dürften nicht aus der Verantwortung entlassen werden, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht über die gesamte Lieferkette nachzukommen, erklärte Spiegel.

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