Missio Aachen startet internationale Jugendaktion #strongbymissio

  • Austausch - 04.06.2021

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen hat eine neue Plattform für den Austausch von Jugendlichen aus Deutschland und Nigeria gestartet. Bei der Kampagne #strongbymissio sollen sich junge Erwachsene aus beiden Ländern kennenlernen und auch gemeinsame Projekte, etwa in der Entwicklungszusammenarbeit, anstoßen können, wie Missio-Präsident Dirk Bingener zum Auftakt der Aktion am Mittwoch in Aachen erklärte. Aussichtsreiche Projekte wolle Missio dann auch begleitend unterstützen.

Die Vernetzung der Jugendlichen findet den Angaben zufolge vor allem über eine Online-Plattform statt. „Sie können dort über ihren Alltag reden, Freundschaften schließen, Einblicke in andere Lebenswelten bekommen und gemeinsame Aktionen starten“, sagte Bingener. Auch gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen seien schon geplant.

Das Projekt startet zunächst mit Jugendlichen aus dem Nordosten Nigerias: Angela Fom, Haruna Sylvester Joel, Onyekachi Ezinne Chidi und Yussuf Fidelis studieren oder sind in der Ausbildung. In ihrer Freizeit engagieren sie sich in einer katholischen Friedensinitiative. Sie gehen in Dörfer und Stadtviertel, um Gewalt unter jungen Menschen zu verhindern. Blutige Konflikte sorgen in ihrer Heimat immer wieder für Spannungen zwischen Angehörigen verschiedener Religionen und Volksgruppen.

Video: So lief der Kampagnenauftakt

Beim Start von #strongbymissio begegnen sie beispielsweise Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus internationalen Freiwilligendiensten oder der katholischen Jugendarbeit in Deutschland. „Wir laden alle jungen Menschen ein, die Friedensaktivisten aus Nigeria auf Facebook und Instagram kennenzulernen und mit ihnen eine Community aufzubauen, die auch eigene Aktionen entwickelt“, so Pfarrer Bingener. Geplant sind schon ein gemeinsames Gebet, ein Kochevent und eine Jugendaktion am 2. und 3. Oktober im Bistum Essen. 

Projektpartner in Nigeria ist eine katholische Initiative im Erzbistum Jos, im Zentrum des Landes. Das Programm unterstütze momentan rund 300 Jugendliche und vermittle ihnen Kenntnisse etwa in sozialer Arbeit, Trauma-Bewältigung und Friedensbildung, erklärte der Leiter des Programms, Robert Psinon. Die durch das Programm erlangten Fähigkeiten sollen die jungen Menschen dazu nutzen, sich für den Frieden in ihren jeweiligen Herkunftsregionen einzusetzen. 

MITMACHEN!

Willst Du junge Menschen aus Afrika, Asien oder dem Nahen Osten kennenlernen? Willst Du mit ihnen teilen, was Euch über alle Grenzen hinweg bewegt, stark macht oder ärgert, woran ihr glaubt? Willst Du mit ihnen vielleicht sogar Aktionen planen, wie ihr gemeinsam die Welt verändern könnt? Dann werde Teil von  #strongbymissio.

Wie das geht?

#strongbymissio - Hier gibt es die Infos!

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