Misereor dankt Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe

  • Entwicklung - 14.11.2019

Das katholische Hilfswerk Misereor hat der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) zu deren 60. Geburtstag für die Zusammenarbeit gedankt. „Gemeinsam haben wir in vielen Ländern des globalen Südens dazu beigetragen, dass Menschen würdevoll leben und sich nachhaltige Zukunftsperspektiven erarbeiten können“, sagte Misereor-Geschäftsführer Thomas Antkowiak am Donnerstag in Aachen.

Beide Organisationen hätten in den vergangenen 60 Jahren aber auch einen Lernprozess erlebt, so Antkowiak weiter. „Wir haben uns von der einstmals gängigen Annahme gelöst, dass benachteiligte Menschen Unterstützung aus dem globalen Norden brauchen, damit sie sich entwickeln können.“ Heute zeige sich, dass die Orientierung am Leitbild des westlichen Wirtschafts- und Konsummodells vielmehr Teil des Problems sei und koloniale Muster der Vergangenheit festschreibe.

Antkowiak würdigte außerdem, dass die Organisation sich „von ihrer Ausrichtung einer defizitorientierten Entsendung von Experten“ abgewandt habe und heute vermehrt „Dialog, gemeinsame Lernprozesse, Vernetzung und solidarische politische Arbeit zu gemeinsamen Anliegen“ unterstütze. Dies zeige sich auch in der Namensänderung von der AGEH zum Weltdienst AGIAMONDO.

Entwicklung - 11.11.2019

Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) der katholischen Kirche wird 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am kommenden Freitag in der Kölner Kirche Sankt Peter ein Gottesdienst mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und danach ein Festakt im Rautenstrauch-Joest-Museum statt.


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Der Entwicklungsdienst hatte zuvor mitgeteilt, dass das Jubiläum mit diesem Namenswechsel verbunden ist. Künftig firmiert die AGEH demnach unter der Bezeichnung AGIAMONDO, einem romanischstämmigen Kunstwort aus den Begriffen für „handeln“ und „Welt“.

Die AGEH feiert ihren 60. Geburtstag am Freitag mit einem Gottesdienst in der Kölner Kirche Sankt Peter mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und einem anschließenden Festakt im Rautenstrauch-Joest-Museum, hieß es weiter. Im Mittelpunkt der Festlichkeiten werde thematisch der Wandel im Selbstverständnis der Entwicklungszusammenarbeit stehen.

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