Lateinamerikas Bischöfe wollen sich erneuern

  • Weltkirche - 23.10.2019

Der lateinamerikanische Bischofsrat CELAM will nach der Amazonas-Synode in Rom seine Arbeit und Struktur in Lateinamerika grundlegend verändern und erneuern. Das kündigte CELAM-Präsident Miguel Cabrejos Vidarte am Dienstag vor Journalisten in Rom an.

Der Erzbischof von Trujillo, zugleich auch Vorsitzender der Peruanischen Bischofskonferenz, sagte, die seit etwa 60 Jahren bestehende Struktur des CELAM mit seinen festen Abteilungen sei nicht mehr zeitgemäß.

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In dieser Woche geht die Amazonas-Synode zu Ende. Bischöfe beraten mit Indigenen, Ordensleuten und Hilfsorganisationen über die Zukunft Amazoniens.


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Künftig werde sich der Bischofsrat in „Netzen“ organisieren, um flexibler auf gesellschaftliche und geistliche Herausforderungen in Lateinamerika reagieren zu können, erklärte Cabrejos. Ein Vorbild sei das 2014 innerhalb des CELAM gegründete Pan-Amazonas-Netzwerk „Repam“, das zur Vorbereitung der jetzt in Rom tagenden Amazonas-Synode entscheidend beigetragen hat.

Der Bischofsrat CELAM mit Sitz in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota hatte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wichtige Impulse zur Entwicklung von Theologie und Gemeindestrukturen in Lateinamerika geliefert. In jüngerer Zeit war seine Rolle merklich schwächer geworden. Cabrejos wurde im Mai dieses Jahres zum CELAM-Präsidenten gewählt, seine Amtszeit endet 2023.

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