Deutsche Bischöfe veröffentlichen „Zehn Thesen zum Klimaschutz“

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  • Deutsche Bischofskonferenz - 03.04.2019

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Mittwoch einen Diskussionsbeitrag zur Klimapolitik veröffentlicht. Der Expertentext „Zehn Thesen zum Klimaschutz. Ein Diskussionsbeitrag“ basiere auf sozialethischen, ökonomischen, natur- und rechtswissenschaftlichen Überlegungen und enthalte Lösungsansätze, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch mit.

Münsters Weihbischof Rolf Lohmann, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen, die den Text erarbeitet hat, betonte: „Die Kirche setzt sich aus Verantwortung für die Schöpfung und aus Solidarität mit den Armen und mit zukünftigen Generationen für mehr Klimaschutz ein. Sie unterstützt damit die Anliegen, für die zuletzt auch viele Wissenschaftler und tausende junger Menschen mit Nachdruck einstehen. Es gilt nun, als Gesellschaft mutig und entschlossen zu handeln.“

Klimawandel - 25.03.2019

Ein „Anwalt der Schöpfung“ soll die Kirche nach dem Willen des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick sein. Das forderte der Oberhirte jetzt bei einer Diskussion zum Thema Umweltschutz. Dabei warnte er vor einem „Fetisch“.


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Ausgehend von Papst FranziskusUmwelt-Enzyklika Laudato Si’ verdeutliche das Dokument der deutschen Bischöfe aus sozialethischer Perspektive die Notwendigkeit des Klimaschutzes, hieß es weiter. Der Text bekenne sich zu dem Ziel, Treibhausgasneutralität so früh wie möglich zu erreichen, jedoch spätestens im Jahr 2050. Zu den darin genannten konkreten Maßnahmen gehörten der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern, die Schaffung eines geeigneten Rahmens für den Umbau des Energiesystems, die Einbindung von Verbrauchern und Erzeugern sowie die Förderung nachhaltiger Lebensstile. Hinzu kämen Reflexionen zur Vorbildfunktion der Kirche.

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Die Sondersynode findet vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Sie steht unter dem Thema: „Amazonien: neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“. Das Bischofstreffen will Umweltschäden im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen in den Blick nehmen.


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Die katholische Kirche sehe sich dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet, hieß es in der Mitteilung. Hierbei verwies die Bischofskonferenz auch auf die Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für die deutschen (Erz-)Diözesen, die bei der Herbst-Vollversammlung 2018 verabschiedet wurden.

Zum Expertentext „Zehn Thesen zum Klimaschutz. Ein Diskussionsbeitrag“.

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