Caritas verdoppelt Nothilfe für Mosambik nach Zyklon

  • Katastrophenhilfe - 19.03.2019

Caritas international verdoppelt die Nothilfe für die Flutopfer in Mosambik auf 200.000 Euro. Dies teilte das Hilfswerk am Dienstag in Freiburg angesichts der verheerenden Zerstörung durch den Zyklon Idai mit.

Der Caritas-Partner „Associacao Esmabama“ befürchte, dass das volle Ausmaß der Katastrophe bisher noch nicht bekannt sei: „Uns haben Menschen nach zweitägigen Fußmärschen erreicht und erzählten, dass ganze Dörfer ausgelöscht worden sind“, berichtete Mitarbeiter Fabrizio Graglia.

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Durch Naturkatastrophen, kriegerische Konflikte oder Epidemien steigt die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, stetig an. Kirchliche Hilfswerke wie Caritas international oder Diakonie Katastrophenhilfe helfen zusammen mit ihren örtlichen Partnern dabei, das Überleben derjenigen zu sicher, die alles verloren haben.


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Mosambik, Malawi und Simbabwe waren am Wochenende von einem verheerenden Tropensturm getroffen worden. In weiten Teilen des südlichen Afrikas kam es zu Überflutungen. „Die Menschen in der Region werden noch sehr lange auf Hilfe angewiesen sein“, erklärte Caritas international bereits am Montag. In einem ersten Schritt gehe es um die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und Decken. Derzeit werde von mindestens 1.000 Todesopfern und Hunderten Verletzten ausgegangen.

Für die 500.000-Einwohner-Stadt Beira in Mosambik zeichnete die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Montag ein Bild der Verwüstung. „Das Ausmaß der Zerstörung ist enorm. Es scheint, als seien 90 Prozent des Gebiets vollkommen zerstört“, so ein Sprecher.

© KNA