Papst dankt Afrikamissionaren für Dialog mit Islam

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  • Ordensgemeinschaften - 11.02.2019

Papst Franziskus hat zwei Ordensgemeinschaften, die vor allem in Afrika tätig sind, für ihre Rolle im Dialog mit dem Islam gedankt. Dies sei ein wichtiger Beitrag für eine Kultur der Begegnung, in der Unterschiede respektiert und auch als Reichtum betrachtet würden, sagte das Kirchenoberhaupt bei einer Begegnung mit Vertretern der Afrikamissionare und der Afrika-Missionsschwestern am Freitag im Vatikan.

Mission: Afrika

Die Weiße Schwester Kordula Weber hat über 30 Jahre in mehrheitlich islamischen Ländern Afrikas als Missionarin gearbeitet. Nun berichtet sie darüber.

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Anlass des Treffens ist das 150-jährige Bestehen beider Ordensgemeinschaften. Die Jubiläumsfeier solle ihnen helfen, zu „Nomaden für das Evangelium“ zu werden: „Frauen und Männer, die keine Angst haben, sich in die Wüsten dieser Welt zu begeben und nach Wegen suchen, ihre Geschwister zu der Oase zu führen, die Jesus ist. Nicht durch Abwerben, sondern durch Nähe und geteiltes Leben“, so Franziskus.

Die Afrikamissionare, wegen ihres Ordensgewandes auch „Weiße Väter“ genannt, wurden 1868 vom damaligen Erzbischof von Algier, Charles Martial Lavigerie (1825-1892), für die Afrikamission gegründet. Ein Jahr später entstand der weibliche Zweig der „Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika“. Die Mitglieder beider Gemeinschaften sollten sich in Sprache und Kleidung den Menschen anpassen, ihre Kultur respektieren und eine bodenständige Kirche aufbauen.

Die Gemeinschaft gründete 1926 in Tunis das „Institut für arabische und Islamstudien“, das 1964 als „Päpstliches Institut für Arabische und Islamische Studien“ nach Rom verlegt wurde. Auch die 1978 gegründete christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) in Frankfurt, seit 1998 eine Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz, geht auf eine Initiative der Missionare von Afrika zurück.

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