Kongos Präsident tritt nicht mehr an

  • Demokratische Republik Kongo - 08.08.2018

Kongos langjähriger Präsident Joseph Kabila will nach Angaben eines Regierungssprechers offenbar doch nicht mehr für eine weitere Amtszeit antreten. Er werde seinen früheren Innenminister Emmanuel Ramazani Shadary (57) als Kandidaten unterstützen, wird Kabilas Sprecher Lambert Mende von internationalen Medien zitiert.

Beobachter schließen jedoch weitere Kehrtwendungen des Präsidenten nicht aus. Die Frist für Kandidaturen endet um Mitternacht. Gegen Ramazani hat die EU Sanktionen wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen verhängt. Er wird für den Tod von Demonstranten verantwortlich gemacht.

Demokratische Republik Kongo - 03.07.2018

Die Kirche in der Demokratischen Republik Kongo fordert die Umsetzung der für dieses Jahr geplanten Präsidentschaftswahlen. In der Schlussbotschaft ihrer Versammlung bekräftigen die Bischöfe des Landes, dass für glaubwürdige Wahlen am 23. Dezember jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden müssten.


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Die Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo wurden mehrfach verschoben und sollen nun im Dezember stattfinden. Ursprünglich hätten im zweitgrößten Flächenstaat Afrikas Ende 2016 Neuwahlen stattfinden müssen. Joseph Kabila, der 2001 seinen ermordeten Vater Laurent Desire Kabila beerbte, weigerte sich aber bislang, die Macht abzugeben. Laut Verfassung darf er nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren.

© KNA

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Das Jahr 2018 ist für den afrikanischen Kontinent eine Art Super-Wahljahr. In an die 20 Ländern wird gewählt – darunter in Ägypten, Mauretanien, Mali, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo. Wir schauen auf die soziale Situation der Länder.


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