Kirche in Venezuela fordert Befreiung aller politischen Häftlinge
Vatikanstadt/Caracas ‐ Am 3. Januar entführten US-amerikanische Soldaten Venezuelas Machthaber Maduro. Die Lage im Land ist seither instabil, doch gibt es erste Hoffnungszeichen auf mehr Freiheit. Das begrüßt auch die katholische Kirche.
Aktualisiert: 21.01.2026
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Die katholische Kirche in Venezuela sieht die Lage im Land knapp drei Wochen nach der Absetzung von Machthaber Nicolás Maduro auf der Kippe. Die Bischöfe hofften auf die Freilassung aller politischen Gefangenen im Lande und warteten bis dahin ab, wie sich die Lage entwickle, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Jesús Andoni González de Zárate. Das sagte er am Dienstag dem Portal Vatican News.
In dem Interview erklärte der Erzbischof von Valencia weiter, die Bischöfe seien sich ihrer besonderen Führungsrolle in der augenblicklichen Lage des Landes sehr bewusst. Je nach Fortgang der Ereignisse bereiteten sie „neue Initiativen“ vor. Derzeit prägten neben der politischen Ungewissheit vor allem die mangelnde Sicherheit, die Engpässe bei der medizinischen Versorgung und der Mobilität, ausbleibende Löhne, anhaltende Inflation und fehlende Produktion das tägliche Leben.
In der Bevölkerung gebe es ein Nebeneinander von schweren Sorgen und von Hoffnungen auf eine baldige und dauerhafte Verbesserung der Lage, erklärte der Geistliche. Dabei sei die „Ankündigung einer bedeutenden Anzahl von Freilassungen“ politischer Häftlinge ein „Zeichen der Öffnung und der Befriedung“, so der Erzbischof. Um die Ungewissheit der Angehörigen zu beenden, forderten die Bischöfe im Einklang mit der Bevölkerung die Freilassung aller politischen Gefangenen.
KNA
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