Adveniat eröffnet bundesweite Weihnachtsaktion im Bistum Mainz
Mainz ‐ Mit einem Eröffnungsgottesdienst im Mainzer Dom beginnt am Sonntag die Adveniat-Weihnachtsaktion. Das Hilfswerk ruft dazu auf, sich mit den indigenen Gemeinden Amazoniens für den Schutz der „Lunge der Erde“ zu engagieren.
Aktualisiert: 28.11.2025
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Mit einem feierlichen Gottesdienst im Mainzer Dom wird am kommenden Sonntag, dem 1. Advent, die bundesweite Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat eröffnet. Unter dem Leitwort „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ stellt die katholische Kirche in Deutschland in diesem Jahr die indigenen Völker Amazoniens in den Mittelpunkt, die den Regenwald als „Lunge der Erde“ schützen und zugleich massiv bedroht sind.
Bereits im Vorfeld rief der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf dazu auf, die Bewahrung der Schöpfung entschlossen und dauerhaft als Auftrag wahrzunehmen. Angesichts der jüngsten Weltklimakonferenz in Belém mahnte er, sich an die Seite jener zu stellen, die oft unter Einsatz ihres Lebens für den Schutz Amazoniens eintreten. „Die gute Schöpfung Gottes zu bewahren, darf keine Eintagsfliege sein“, betonte Kohlgraf.
Zum Eröffnungsgottesdienst werden auch Schwester Elis dos Santos, Angehörige des indigenen Volkes der Mura, und Bischof Vicente Ferreira aus Brasilien erwartet. Beide nahmen an der Klimakonferenz teil und berichten aus erster Hand über die dramatischen Folgen von Abholzung, Bergbau und wirtschaftlichen Interessen für Umwelt und Bevölkerung. Schwester Elis macht sich seit Jahren in der Casa Amazônica in Manaus für soziale und ökologische Alternativen stark. Bischof Ferreira begleitet seit der Bergbaukatastrophe von Brumadinho Opfer und Gemeinden, die unter den Folgen der Rohstoffausbeutung leiden.
Indigene Gemeinschaften stärken
Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier unterstrich zuletzt, wie eng die Weihnachtsaktion mit den globalen Herausforderungen verknüpft ist. Zwar sei das wachsende internationale Bekenntnis zum Ausstieg aus fossilen Energien ein „starkes Signal“. Das gelte auch für die Tatsache, dass trotz des Boykotts der Trump-Administration nahezu alle Länder – auch Vertreter zahlreicher Bundesstaaten der USA – an der Mündung des Amazonas um eine gute Zukunft für den Planeten gerungen hätten. Doch mangele es weiterhin an mutigen Beschlüssen.
„Besonders die ärmeren Länder werden von den Verursachern des menschengemachten Klimawandels, den reichen Industriestaaten, auch weiterhin buchstäblich im Regen stehen gelassen“, so Maier. Umso dringlicher sei der in Papst Franziskus' Umwelt- und Sozialenzyklika Laudato si' formulierte Ruf nach einer grundlegenden ökologischen und sozialen Umkehr. „Der weltweite Hunger nach Rohstoffen, Holz und Fleisch frisst die Lebensgrundlage der indigenen Völker am Amazonas“, so Maier.
Mit der Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember unterstützt Adveniat Projekte seiner Partnerorganisationen, die indigene Gemeinschaften beim Schutz ihrer Menschen- und Landrechte sowie ihrer natürlichen Lebensräume stärken. Die indigenen Völker seien „die wahren Umweltschützer und Klimaretter“, heißt es in der Aktionskampagne.
Eröffnungsgottesdienst im Livestream
Der feierliche Gottesdienst mit Bischof Kohlgraf und den Aktionsgästen aus Brasilien wird am 30. November 2025 ab 10 Uhr auf domradio.de übertragen.
weltkirche.de
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