Wissenschaftlicher Kongress (Symbolbild)
Bild: © KNA
Umgang mit Säkularisierung und religiöser Indifferenz in Europa

Renovabis-Kongress im September erstmals wieder in Freising

Freising  ‐ Wegen der Umbauarbeiten am Freisinger Domberg fand sieben Jahre lang der Renovabis-Kongress in München statt. Nun kehrt er wieder an seinen Ursprungsort zurück, unter anderem mit dem Thema Umgang mit Säkularisierung.

Erstellt: 30.04.2024
Aktualisiert: 29.04.2024
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Der 28. Internationale Kongress Renovabis wird im Herbst wieder in Freising stattfinden. Dort hat das katholische Osteuropahilfswerk auch seinen Sitz. Wegen der umfangreichen Bauarbeiten auf dem Domberg hatte die Veranstaltung sieben Jahre lang nach München ausweichen müssen. Am 11. und 12. September soll es nun unter dem Motto „Eine Mission haben - glaubwürdig Zeugnis geben“ an den Ursprungsort zurückgehen. Zugleich stehe das Treffen ganz im Zeichen des Bistums- und Stadtjubiläums „1.300 Jahre Korbinian in Freising“.

Der heilige Korbinian kam 724 den Berichten nach als päpstlicher Missionar nach Freising und wirkte im Bereich des späteren gleichnamigen Bistums aus dem das heutige Erzbistum München und Freising hervorging. Er war zunächst Eremit und bezeugte dann den christlichen Glauben als Missionar. Inspiriert von diesem Heiligen will sich der Kongress damit befassen, wie die christliche Botschaft heute als individuelle Sinn- und Hoffnungsressource wie auch als gesellschaftlich wirksame Kraft positiv wahrgenommen werden könne.

Der Ankündigung zufolge wird es um eine Analyse der Situation gehen und um die Frage, wie die Kirche mit der Säkularisierung und einer in weiten Teilen Europas verbreiteten religiösen Indifferenz umgehen könne. Ein gelingendes Leben führen, das wollten im Grunde alle Menschen. Allerdings gehe das für viele offenbar auch ohne Bezug zu einer höheren Macht. Diskutiert würden die unterschiedlichen Erfahrungen mit dem kirchlichen Wiederaufbau zum Teil im religionsfeindlichen oder areligiösen Umfeld in den ehemals kommunistischen Ländern im Osten Europas. Weiteres Thema seien die verschiedenartigen Beziehungen von Kirche und Staat.

Erwartet werden zu dem Treffen der Pastoraltheologe Jan Loffeld, der Kirchenhistoriker Tomas Petracek und der Religionssoziologe Detlef Pollack. Auch der Berliner Erzbischof Heiner Koch wird in seiner Funktion als Renovabis-Bischof anwesend sein. Geplant ist zudem eine öffentliche Abendveranstaltung in Kooperation mit der Freisinger Domberg-Akademie. Deren Direktorin Claudia Pfrang spricht zum Thema „Wo ist Gott heute?“ mit dem Bischof von Pilsen, Tomas Holub, und dem bayerischen Kabarettisten Christian Springer.

28. Internationaler Kongress Renovabis

Nach sieben Jahren findet der 28. Internationale Kongress Renovabis – Arbeitstitel: „Eine Mission haben – Glaubwürdig Zeugnis geben. Zum Umgang mit Säkularisierung und religiöser Indifferenz in Europa“ – am 11. und 12. September 2024 erstmals wieder in Freising statt. Er steht dieses Mal ganz im Zeichen des Bistums- und Stadtjubiläums „1.300 Jahre Korbinian in Freising“.

KNA

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