Umweltbischof würdigt Enzyklika „Laudato si“

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  • Nachhaltigkeit - 18.06.2020

Der katholische Umweltbischof Rolf Lohmann hat die vor fünf Jahren erschienene Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus gewürdigt. Das Dokument nehme die ganze Schöpfung – Menschen, Tiere und Pflanzen – in den Blick, erklärte Lohmann am Mittwoch in Münster. „Das ist eine ganz wichtige und zentrale Enzyklika in einer Zeit, in der wir riesige Probleme haben, vor großen Herausforderungen stehen und er uns aufzeigt: wir müssen handeln, wir müssen neu denken.“

Der Weihbischof aus dem Bistum Münster äußerte sich zudem positiv über das Engagement junger Menschen für die Umwelt und die Bewegung „Fridays for Future“. Es sei richtig, dass die junge Generation aufzeige, so könne es nicht weitergehen. „Wir haben Verantwortung für die Schöpfung und Verantwortung für die künftigen Generationen“, erklärte der Umweltbischof.

Die Enzyklika „Laudato si“, die Franziskus am 24. Mai 2015 vorgelegt hatte, beschäftigt sich mit den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz. Sie könnte als das wichtigste Lehrschreiben des heutigen Papstes in die Geschichte eingehen.

Lohmann sitzt einer Arbeitsgruppe für ökologische Fragen bei der Deutschen Bischofskonferenz vor. Diese Gruppe habe sich vorgenommen, Rechenschaft abzulegen und zu zeigen, welche Punkte in Sachen Umweltschutz etwa von den Diözesen bereits angepackt worden seien, so Lohmann. Hier sehe er die Kirche auf einem guten Weg.

Umwelt-Enzyklika

Selten ist ein päpstliches Lehrschreiben auch außerhalb der katholischen Kirche mit so großer Spannung erwartet worden wie die Umweltenzyklika von Franziskus – mit gutem Grund: Zum ersten Mal stellt ein Papst ökologische Fragen in den Mittelpunkt einer Enzyklika.


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