Nach Ezzati-Rücktritt Hoffnung auf Neustart im Erzbistum Santiago

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  • Weltkirche - 25.03.2019

Der neue Übergangsleiter des katholischen Erzbistums Santiago, Celestino Aos, hat einen Neufang für die Kirche in der chilenischen Hauptstadt versprochen. „Wir brauchen Reformen und einen tiefgreifenden Wandel“, zitierten ihn örtliche Medien nach seiner Sonntagspredigt.

Kosmetische Veränderungen seien nicht ausreichend. Den Opfern von „nicht zu rechtfertigenden und nicht zu tolerierenden Übergriffen durch Teile des Klerus“ versprach Aos, dass die Kirche auf sie zugehen werde.

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Die personellen Aufräumarbeiten in der chilenischen Kirche gehen nach dem Missbrauchsskandal weiter. Papst Franziskus versetzte zwei Bischöfe in den Laienstand – die höchste Kirchenstrafe für Geistliche.


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Papst Franziskus hatte Aos am Samstag zum „Apostolischen Administrator“ des Erzbistums Santiago ernannt. Am selben Tag hatte er den Rücktritt von Kardinal Ricardo Ezzati (77) angenommen, dem Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen wird. Gegen Ezzati läuft ein Ermittlungsverfahren der chilenischen Staatsanwaltschaft.

Der 74-Jährige Aos gehört dem Kapuzinerorden an. Bislang war er Bischof von Copiapo im Norden von Chile. Er ist zudem studierter Psychologe und Kirchenrechtler.

Wie am Wochenende weiter bekannt wurde, überstellte der Vatikan Akten an die Staatsanwaltschaft in Santiago. Es sei eine „Teilantwort“ auf ein Rechtshilfeersuchen, so die Justizbehörde. Demnach gingen am Freitag mehr als 20 Dokumente im Gesamtumfang von über 200 Seiten ein. Laut den Berichten ermittelt die Behörde in 158 Fällen gegen 219 Kirchenmitarbeiter wegen Missbrauchs. Bei den mutmaßlichen Opfern gehe um 241 Menschen, von denen 123 zum Tatzeitpunkt minderjährig waren.

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