Religionsführer aus Zentralafrika werben in Berlin für Frieden

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  • Friedensarbeit - 13.03.2019

Christliche und muslimische Religionsführer aus der Zentralafrikanischen Republik wollen in dieser Woche in Berlin um Unterstützung für ihre gemeinsame Friedensarbeit werben.

„Der Konflikt in unserem Land ist kein religiöser, sondern ein militärischer und politischer“, sagte der katholische Kardinal Dieudonne Nzapalainga laut einer Mitteilung der Stiftung House of One am Dienstag vor seiner Reise nach Deutschland.

Friedensarbeit - 06.03.2019

Papst Franziskus bestärkt die Zentralafrikanische Republik bei ihren Bemühungen um Frieden. Bei einem rund 25-minütigen Treffen des Kirchenoberhaupts mit Präsident Faustin Archange Touadera im Vatikan habe der Papst das jüngste Friedensabkommen gewürdigt.


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Muslime, Protestanten und Katholiken haben in Zentralafrika eine interreligiöse Plattform gegründet. Unterstützt vom ebenfalls interreligiös angelegten geplanten Berliner Lehr-und Bethaus „House of One“ soll in der zentralafrikanischen Hauptstadt ein „House of Peace“ entstehen – als Zeichen des toleranten Miteinanders der Religionen und als Ort der Friedenserziehung, wie es hieß. Unter anderem sollen deutsche und afrikanische Architekturstudenten gemeinsam Entwürfe erarbeiten.

Zentralafrikanische Republik - 23.01.2019

Bei einem Miliz-Überfall in der Zentralafrikanischen Republik sind 13 Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich am Sonntag kurz vor Beginn der Friedensgespräche für das Land ereignet, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).


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Von Mittwoch bis Samstag will Kardinal Nzapalainga zusammen mit dem Imam Kobine Layama und dem Pastor Philippe Sing-Na in Berlin Politiker und Vertreter kirchlicher Organisationen wie Missio und Misereor treffen. Der Kardinal und der Imam wurden für ihr Engagement bereits mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Ende 2012 waren in der Zentralafrikanischen Republik Kämpfe zwischen muslimischen und christlichen Milizen ausgebrochen. Im Zentrum der Konflikte stehen weniger religiöse Motive als vielmehr die Kontrolle über Weidegebiete und Rohstoffe wie Diamanten, Gold und Uran. Hilfsorganisationen warnen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise in dem Bürgerkriegsland.

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