Angriff in Zentralafrika vor Friedensgesprächen

  • Zentralafrikanische Republik - 23.01.2019

Bei einem Miliz-Überfall in der Zentralafrikanischen Republik sind 13 Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich am Sonntag kurz vor Beginn der Friedensgespräche für das Land ereignet, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen. Der Überfall auf ein Dorf im Westen der Zentralafrikanischen Republik habe auch einen Pastor das Leben gekostet.

Die Friedensgespräche zwischen 14 Rebellen-Gruppen und der zentralafrikanischen Regierung sollen den Angaben zufolge am Donnerstag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum stattfinden. „Wir bedauern, dass die Zivilgesellschaft bei der Suche nach Frieden nicht berücksichtigt wird, sondern nur kämpfende Bewegungen am Verhandlungstisch sitzen“, kritisierte GfbV-Direktor Ulrich Delius. Unter diesen Umständen sei kein Erfolg der von der Afrikanischen Union vermittelten Gespräche zu erwarten.

Weltkirche-Blog - 23.01.2019

Wenn die Rebellen während der Messe dass Dorf stürmen.


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Den Aussagen des Menschenrechtlers zufolge müssen „lokale Bemühungen vor allem der katholischen Kirche und muslimischer Geistlicher“ unterstützt werden, um für die Befriedung des Landes zu sorgen, das zu rund 80 Prozent von bewaffneten Rebellen kontrolliert wird.

Seit dem Sturz von Präsident Francois Bozize 2013 ist das Land im Herzen des afrikanischen Kontinents Schauplatz eines religiös motivierten Bürgerkriegs. Laut UN-Angaben flohen rund 1,2 Millionen Menschen vor den Kämpfen.

© KNA

Zentralafrikanische Republik - 26.11.2018

Einige UN-Blauhelmsoldaten schüren den Konflikt zwischen den verfeindeten Rebellen der Séléka und Anti-Balaka in der Zentralafrikanischen Republik. Zu dieser Einschätzung kommt der deutsche Missionar Pater Olaf Derenthal, der seit 2016 in dem Land lebt.


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