Indische Ordensfrauen wegen Zwangskonversion verhaftet

  • Bedrängte Christen - 05.12.2018

Unter dem Vorwurf, eine hinduistische Frau zum Religionsübertritt gezwungen zu haben, hat ein Gericht im indischen Bundesstaat Jharkhand die Festnahme von vier katholischen Ordensfrauen angeordnet. Eine Lehrerin einer ansässigen Ordensschule hatte angegeben, ihr sei gekündigt worden, weil sie sich geweigert habe, zum Christentum überzutreten, berichtet der katholische asiatische Pressedienst Ucanews.

Eine der Ordensschwestern, Doris D'Souza, wies den Vorwurf zurück. „Mit falschen Anschuldigungen sollen wir schikaniert und der gute Ruf der 50 Jahre alten Schule beschmutzt werden“, sagte sie. Bei der Anzeige handele es sich um einen Racheakt der Lehrerin, die tatsächlich wegen mehrfachen Fehlverhaltens entlassen worden sei. Der Schulbehörde lägen mehr als 20 Beschwerden von Schülern und Eltern über sie vor.

Indien - 06.11.2018

Die Missionarinnen der Barmherzigkeit in Indien haben Adoptionen von Kindern aus ihren Heimen wieder aufgenommen. Allerdings sollen diese künftig ausschließlich über staatliche Vermittlungsstellen laufen, wie Ucanews berichtet.


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Das von der hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei (BJP) regierte Jharkhand im Nordosten Indiens gilt als eine Hochburg der Christenfeindlichkeit. Im Juli wurden in Ranchi Mitglieder des von der heiligen Mutter Teresa gegründeten Ordens Missionarinnen der Nächstenliebe unter dem Verdacht des Kinderhandels festgenommen.

Im September verbot Jharkhand als siebter indischer Bundesstaat den Religionswechsel. Kardinal Telesphore Toppo von Ranchi und die sechs weiteren katholischen Bischöfe in dem Bundesstaat hatten vergeblich versucht, das Gesetz zu verhindern.

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