Maltas Erzbischof verlangt mehr Schutz für Journalisten

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  • Menschenrechte - 17.10.2018

Zum ersten Jahrestag des Mordes an der Journalistin Daphne Caruana Galizia hat Maltas Erzbischof Charles Scicluna mehr Schutz für Medienschaffende verlangt. Caruana Galizia sei die erste und zugleich nicht die einzige Journalistin, die „bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in einer freien und demokratischen Europäischen Union ermordet“ worden sei, so Scicluna in einer am Dienstagabend verbreiteten Erklärung.

Mehr denn je brauchten Journalisten Sicherheit durch den Staat und die Gesellschaft, damit sie die Freiheit aller Bürger schützen könnten. Der Erzbischof erneuerte seinen Appell an Journalisten, „Augen, Ohren und Stimme der Menschen“ zu sein. Die Gesellschaft brauche furchtlose und ungebundene Berichterstatter, „frei, intelligent, neugierig, ehrlich, gelassen, sicher und geschützt“.

Weltkirche-Blog - 17.10.2017

Der Autobombenanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia ist erschütternd. Nicht nur, weil die 53-Jährige ihren Ehemann und drei Söhne hinterlässt, sondern auch weil diese brutale Tat in Europa, in der EU geschehen ist.


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Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 im Alter von 53 Jahren durch eine Autobombe getötet worden. Jahrelang hatte sie zu Korruption und Interessenkonflikten in politischen Kreisen Maltas recherchiert. Drei Männer, die beschuldigt werden, die Bombe installiert zu haben, sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Hintermänner des Mordes sind noch immer unbekannt.

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