Caritas hilft nach Tropensturm Eloise in Mosambik

  • Humanitäre Hilfe - 28.01.2021

Nach verheerenden Schäden durch den Tropensturm Eloise in Mosambik stellt Caritas international 100.000 Euro für Nothilfe bereit. Partner des katholischen Katastrophenhilfswerks verteilen vor Ort Nahrungsmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel; für drei beschädigte Gesundheitsstationen stellt Caritas international nach Angaben von Donnerstag Stromgeneratoren und Medikamente zur Verfügung, damit Verletzte und Kranke versorgt werden könnten. Weiter gehe es um Material für die Reparatur von Häusern.

„Die Bilder erinnern fatal an die Zerstörungen, die der Zyklon ‚Idai' vor fast zwei Jahren in Mosambik angerichtet hat“, sagt Jutta Herzenstiel, zuständige Referentin beim Katastrophenhilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. „Auch jetzt hat der Sturm wieder weite Landesteile Mosambiks verwüstet, Tausende obdachlos gemacht, Ernten vernichtet und die Stadt Beira erneut unter Wasser gesetzt.“ Für die Menschen sei das ein herber Rückschlag: „Viele haben sich von ‚Idai‘ noch nicht erholt“, sagt die Referentin, die für Caritas international den Wiederaufbau in Mosambik maßgeblich begleitet hat.

Rund 7.500 Häuser hat der Sturm unbewohnbar gemacht, etwa 55.000 Hektar Ackerland und Weideflächen sind durch den bereits seit Wochen andauernden starken Regen überflutet, haben dafür gesorgt, dass Dämme gebrochen sind. „Insgesamt schien Mosambik dieses Mal besser vorbereitet“, sagt Jutta Herzenstiel. Durch Evakuierungen und Vorkehrungen konnten Menschenleben gerettet werden. Offiziell wurde von neun Toten berichtet. Der Distrikt Chimoio hat nur geringe Schäden gemeldet. „Die dort von Caritas international neu gebauten Häuser haben dem Sturm getrotzt“, erklärt die Referentin.

Am Wochenende war der Wirbelsturm Eloise mit hoher Windgeschwindigkeit über das südostafrikanische Land gezogen. Wie der britische Sender BBC am Sonntag unter Berufung auf örtliche Behörden meldete, kamen dabei vier Menschen ums Leben. Besonders betroffen sei die Hafenmetropole Beira, die zweitgrößte Stadt des Landes.

Heftige Regenfälle und Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometer zerstörten mehr als 1.000 Häuser komplett und beschädigten weitere 3.000. Mehr als 160.000 Menschen seien von den Folgen des Sturms direkt betroffen.

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Erde und gehört nach Einschätzung von Experten zu den Ländern, die weltweit am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden. 2019 verwüsteten die Zyklone „Idai“ und „Kenneth“ weite Teile des Landes.

© Text: KNA/Ci