Bischof Bode will Papst von Frauenforum berichten

  • © Bild: Lars Berg/KNA
  • Synodaler Weg - 24.06.2020

Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode will Papst Franziskus vom Frauenforum des Reformdialogs Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland berichten. „Aktuell haben wir die Absicht, mit dem Präsidium des Synodalen Wegs nach Rom zu fahren, um mit dem Papst und einigen Männern der Kurie zu sprechen“, sagte er dem Magazin „Frau und Mutter“ (Donnerstag) in Köln.

Wegen der Corona-Krise habe die Reise bislang nicht stattgefunden, sie solle jedoch nachgeholt werden. „Dann hätte ich Gelegenheit, vom Frauenforum direkt zu erzählen“, erklärte Bode in der Mitgliederzeitschrift der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).

„Wenn wir insgesamt etwas erreichen wollen, müssen wir während des Synodalen Wegs die Beziehung nach Rom halten“, sagte Bode weiter. „Ich wäre für eine Art europäische Regionalsynode, so wie die Amazonas-Synode.“ Vergangenen Oktober waren Bischöfe und Ordensleute aus den Ländern des Amazonasgebiets im Vatikan zusammengekommen, um über Probleme in der Region zu sprechen. Neben der Umweltzerstörung ging es unter anderem um die seelsorgerliche Rolle von Frauen und verheirateten Männern in den teils wenig besiedelten Gebieten.

„Ich finde, die Auseinandersetzung, ob Frauen auch Priesterinnen sein dürfen, ist nicht zu Ende“, sagte Bode. Gegenüber dem Kölner Internet-Portal domradio.de hatte sich der Bischof in dieser Frage vor Kurzem verhalten geäußert. In „Frau und Mutter“ zeigte er sich insgesamt reformbereit. Die Dogmen der Kirche seien „entwickelt worden, um sie in die Diskussion ihrer jeweiligen Zeit zu geben“.

Mit Blick auf den bald frei werdenden Posten des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz sagte Bode: „Die Bischofskonferenz hat grundsätzlich zugestimmt, dass das Amt durch Laien besetzt werden kann. Demzufolge kann es auch eine Frau werden.“ Der langjährige Sekretär, Pater Hans Langendörfer, will die Aufgabe bis höchstens Ende des Jahres ausüben.

Nach intensivem Ringen hatten die deutschen Bischöfe im Frühjahr 2019 einen verbindlichen Synodalen Weg beschlossen. Dabei soll es vor allem um die Themen Macht, Sexualmoral, Lebensform der Priester und die Rolle von Frauen in der Kirche gehen. Unter Mitarbeit von katholischen Laien und externen Experten wollen die Bischöfe ihre Positionen klären. Bode sitzt dem Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ vor.

© Text: KNA

Amazonas-Synode - 04.03.2020

Der aus Deutschland stammende und in Peru tätige Bischof Reinhold Nann sieht eine verzerrte Wahrnehmung und "Eurozentrismus" in den deutschen Reaktionen auf die Amazonas-Synode und das nachsynodale Papstschreiben "Querida Amazonia". In Peru werde es sehr positiv aufgenommen, dass sich der Papst "klar hinter die Ureinwohner" stelle und für die Bewahrung der Schöpfung eintrete, schreibt Nann in einem Beitrag für die Zeitschrift "basis", die von der Schönstatt-Bewegung herausgegeben wird.


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Nothilfe - 23.09.2020

Die derzeitige Situation sei „miserabel“, sagte der Leiter von Caritas International, Oliver Müller. In den vergangenen Wochen habe sich die Situation durch die Corona-Pandemie noch einmal zugespitzt. Vor den Krematorien gebe es inzwischen Schlangen.

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