EU startet Zahlungen für arbeitslose Textilarbeiter in Myanmar

  • © Bild: BDKJ
  • Menschenrechte - 04.05.2020

Zum Tag der Arbeit am vergangenen Freitag hat die Europäische Union die Auszahlung von Finanzhilfen an Textilarbeiter in Myanmar gestartet, die durch die Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben. 

Mit den zugesagten fünf Millionen Euro für den Notfallfonds Myan Ku Emergency Cash Fund zeige die EU „echte Solidarität“ mit Tausenden Arbeitern und ihren Familien in Myanmar, heißt es in einer am Donnerstag in Rangun veröffentlichten Erklärung von EU-Botschafter Kristian Schmidt. „In einer globalen Krise wie dieser leiden immer die Armen am meisten“, betonte er. Mehr als 90.000 Arbeiter sollen demnach in den kommenden Wochen von der Hilfe profitieren.

Myan Ku leistet direkte Bargeldtransfers an entlassene Textilarbeiter, um ihnen in den Monaten Mai, Juni und Juli zu helfen. Die kommenden Monate werden laut Experten für die Bekleidungsindustrie Myanmars eine Herausforderung, weil Bestellungen von internationalen Käufern storniert, verzögert und reduziert wurden.

Weltkirche.de-Dossier - 04.05.2020

Das Machtverhältnis im weltweiten Handel ist ungerecht verteilt – zumeist sind es Großkonzerne, die die Bedingungen des Handels bestimmen. Kleinbauern haben indes kaum eine Chance, im weltweiten Wettbewerb zu bestehen.


Zum Dossier

Textilien zählen nach Angaben des staatlichen Nachrichtenportals Global New Light of Myanmar zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Der Wert der Textilexporte habe im Fiskaljahr 2018/2019 mehr als 4,6 Milliarden US-Dollar betragen und damit zehn Prozent der Exporteinnahmen ausgemacht.

Die EU als größter Markt der Textilbranche in Myanmar unterstützt mit dem Projekt SMART den Aufbau einer nachhaltigen Bekleidungsindustrie im ehemaligen Birma. Das 2013 gestartete Projekt bringt zur Förderung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in Myanmars Bekleidungsindustrie Textilfirmen, Gewerkschaften und Fabrikbesitzer zusammen.

© Text: KNA

Überschuldung - 26.07.2021

Ein Kampagnenbündnis christlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen hat am Freitag eine Petition zur Umwandlung der Schulden von Simbabwe in Investitionen für das Gesundheitswesen dem Bundestag übergeben. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Maria Flachsbarth (CDU), nahm die 26 Ordner mit 120.000 Unterschriften in Berlin entgegen.

Artikel lesen


Solidarität - 23.06.2021

Die katholische Organisation Justitia et Pax fordert eine schnelle und gerechte weltweite Verteilung von Impfstoffen. Das sei auch eine Frage der politischen Klugheit, weil die Pandemie an staatlichen Grenzen nicht Halt mache, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden), der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, am Mittwoch in Berlin.

Artikel lesen


Engagement - 23.06.2021

Das katholische Hilfswerk Missio fordert die Bundesregierung zum entschiedeneren Einsatz gegen moderne Sklaverei und Online-Missbrauch auf. „Erstens braucht es mehr Verpflichtungen für die großen Internet-Plattformen, dass sie gegen Missbrauchsdarstellungen vorgehen und diese melden“, erklärte Missio-Präsident Dirk Bingener.

Artikel lesen