Missio ruft an Ostern zu Friedensarbeit weltweit auf

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  • Friedensarbeit - 18.04.2019

Missio Aachen ruft an Ostern zu verstärkten politischen und zivilgesellschaftlichen Friedens- und Versöhnungsbemühungen auf. Christen sollten sich in Gesellschaft und Politik „für mehr Frieden, Versöhnung, Neuaufbau, Zusammenhalt, Konfliktprävention und militärische Abrüstung einsetzen“, forderte Missio-Präsident Klaus Krämer am Donnerstag. 2018 habe Missio seine Partner in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien bei dieser Arbeit mit rund 3,5 Millionen Euro unterstützt.

Dazu gehöre auch das Menschenrecht auf Religionsfreiheit, „weil Religion zu oft als Rechtfertigung für Ausgrenzung, Polarisierung und Gewalt ideologisch und politisch missbraucht wird“, so Krämer. Auch müssten Gesellschaften nicht nur materiell, sondern auch moralisch wieder aufgebaut werden, etwa, wenn Flüchtlinge heimkehrten.

So beteilige sich Missio mit anderen Hilfswerken und der Deutschen Bischofskonferenz beim Wiederaufbau der christlichen Gemeinschaft in der Ninive-Ebene im Irak, die vom sogenannten Islamischen Staat vertrieben wurde. „Dass die Christen dort wieder Vertrauen zu ihren muslimischen Nachbarn fassen können, von denen sie sich verraten fühlen, ist eine große Herausforderung für die Kirche“, sagte Krämer.

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Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden stehen im Zentrum der Friedensarbeit der katholischen Kirche. Mit vielfältigen Akteuren und Initiativen setzt sie sich dafür ein, Gewaltursachen auf den Grund zu gehen und diese zu überwinden.


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Unter Berufung auf das „Heidelberg Institute for International Conflict Research“ erklärte Missio, dass im vergangenen Jahr weltweit 372 Konflikte registriert worden seien, davon 213 gewalttätig ausgefochtene Auseinandersetzungen. 150 stünden an der Schwelle zum Ausbruch. Missios Partnerländer seien von 90 Prozent dieser Konflikte betroffen.

Das internationale katholische Missionswerk Missio mit Sitz in Aachen und München ist eines von weltweit über 100 Päpstlichen Missionswerken. Zu den Aufgaben von Missio gehören nach eigenen Angaben die partnerschaftlichen Beziehungen zu den Kirchen in Afrika, Asien und Ozeanien sowie die Unterstützung von deren Projekten. Mit seiner Arbeit will Missio nicht nur Christen erreichen, sondern die Lebensumstände der gesamten Gesellschaft verbessern.

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