Der letzte Trappist von Tibhirine in Algerien wird 95

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Bruder Jean-Pierre Schumacher, letzter Trappist von Tibhirine in Algerien, wird am Freitag 95 Jahre alt. Der letzte Überlebende der einstigen Ordensgemeinschaft von Tibhirine lebt heute in der kleinen Gemeinschaft des Trappistenklosters „Notre-Dame am Atlas“ im nordmarokkanischen Midelt.

Die sieben französischen Trappisten des Klosters Notre-Dame de l'Atlas im Norden Algeriens waren im März 1996 während des Bürgerkriegs entführt worden. Zu der Tat bekannte sich die terroristische Splittergruppe Groupe Islamique Arme, die die Freilassung eines ihrer Anführer verlangte. Gut zwei Monate später, Ende Mai, wurden die abgetrennten Köpfe der Mönche gefunden; die Körper blieben bis heute verschwunden.

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Der Film „Von Menschen und von Göttern“ machte vor allem die sieben ermordeten Mönche von Tibhirine bekannt. Die bevorstehende Seligsprechung von insgesamt 19 algerischen Märtyrern will aber über ihren Ruhm hinausweisen.


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Schumacher arbeitete damals im Gästetrakt von Tibhirine; daher war er nachts bei der Entführung nicht bei den anderen. Bis heute ist unklar, ob die sieben Trappisten tatsächlich von ihren Entführern oder aber vom algerischen Militär und Geheimdienst getötet wurden. Der französische Regisseur Xavier Beauvois griff die Ereignisse in seinem vielfach preisgekrönten Film „Von Menschen und Göttern“ (2010) auf – und machte ihr Schicksal damit einem breiteren Publikum bekannt. Im Dezember wurden die sieben Mönche von Tibhirine gemeinsam mit zwölf weiteren algerischen Märtyrern seliggesprochen.

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