Kriegsgräber in Hartmanswiller (Frankreich)

Bischof Wilmer: Guter Umgang mit den Toten ist Friedensarbeit

Ein würdiger Umgang mit Toten ist nach Ansicht von „Justitia et Pax“ auch ein Ausdruck der Menschenwürde der Hinterbliebenen im Umgang mit deren Schmerz.

Erstellt: 18.11.2023
Aktualisiert: 21.11.2023
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„Ein guter Umgang mit dem Tod und den Toten ist echte Friedensarbeit“, betonte der Vorsitzende der deutschen Kommission Justitia et Pax, der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, am Donnerstag in Berlin.

Diktatorische Regierungen nutzten eine Schändung von Gräbern und Leichnamen, um den Hinterbliebenen zusätzliche Schmerzen zuzufügen, heißt es in einer aus Anlass des Volkstrauertages dazu veröffentlichten Erklärung von Justitia et Pax. „Nur wenn wir die Würde der Toten und ihrer Hinterbliebenen achten, können wir Unrecht und Verletzung verarbeiten und Wunden heilen - nicht nur in der Familie, sondern auch in unserer Gesellschaft“, so Wilmer.

Die Kommission forderte die Bundesregierung auf, mehr als bisher für einen angemessenen Umgang mit Toten zu tun, etwa indem sie internationale Konventionen und Empfehlungen konsequent umsetzt und Verletzungen dieser Konventionen verurteilt. Gleichzeitig sollten nach Ansicht von Justitia et Pax auch die vorhandenen Gelegenheiten und Räume für Trauer, Gedenken und die Auseinandersetzung mit dem Tod besser genutzt werden. Eine gute Erinnerungskultur sei auch Ausdruck einer menschenwürdigen Gesellschaft.

KNA

Deutsche Kommission Justitia et Pax

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax ist eine Art „Runder Tisch“ der katholischen Einrichtungen und Organisationen, die im Bereich der internationalen Verantwortung der Kirche in Deutschland tätig sind.

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