„Diskriminierung nicht hinnehmbar“: Missio München zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

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Menschen mit Behinderung werden in vielen Ländern der Einen Welt noch immer diskriminiert und ausgeschlossen. Dagegen kämpft das internationale katholische Hilfswerk Missio München mit seiner Projektarbeit in Afrika, Asien und Ozeanien an. „Wir müssen für Menschen mit Behinderung einstehen, sie fördern und ihnen und ihren Familien die Möglichkeit auf ein Leben in Würde ermöglichen. Die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung ist nicht hinnehmbar“, betont Missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember (Donnerstag).

„Wir müssen leider immer wieder erleben, dass vor allem Kinder mit Behinderung von der eigenen Familie versteckt oder verstoßen werden. Ohne Unterstützung haben sie kaum eine Chance auf ein selbstständiges Leben. Jetzt in Corona-Zeiten ist das Leben für sie noch härter geworden“, sagt Missio-Präsident Monsignore Huber. Dabei verweist er aktuell auf die Situation von blinden Menschen in Äthiopien: „Öffentliche Schulen für blinde Schülerinnen und Schüler gibt es nicht. Doch ohne Bildung sind die betroffenen Kinder dauerhaft zu einem Leben in Abhängigkeit gezwungen.“

Um den Einsatz für die Würde und Rechte von Menschen mit Behinderung zu fördern, unterstützt Missio München die Ordensschwestern der „Daughters of St. Anne" in Äthiopien. In Azezo haben sie eine Schule gegründet, in der blinde Mädchen und Jungen lernen, ihre übrigen Sinne zu schärfen, um das fehlende Augenlicht kompensieren und selbstständig ihren Lebensalltag meistern zu können.

Missio München

Das Internationale Katholische Missionswerk Missio München gehört zu den mehr als 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. Es wurde 1838 durch König Ludwig I. von Bayern als „Ludwig Missionsverein“ ins Leben gerufen und trägt seit 1972 den Namen Missio. Heute unterstützt Missio München als „Botschafter der Solidarität“ mit über 12 Millionen Euro in 53 Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens 958 nachhaltige Bildungsprojekte, den Aufbau kirchlicher Infrastrukturen, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, sowie den interreligiösen Dialog.

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