Malteser: Ebola im Kongo bleibt – Sorge vor Corona-Ausbreitung

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  • Ebola - 16.04.2020

In der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben des Malteser Hilfsdienstes ein neuer Fall von Ebola bekannt geworden. In den vergangenen Jahren seien bereits mehr als 2.000 Menschen in dem zentralafrikanischen Land an dem Virus gestorben, wie die Organisation am Sonntag in Köln mitteilte. Gleichzeitig breite sich dort auch das Coronavirus immer weiter aus: Inzwischen seien 223 Infizierte gemeldet worden.

Gerade in einem Konfliktgebiet sei es schwer, eine Epidemie zu beenden, sagte der Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, Roland Hansen. Das Gesundheitssystem müsse nun an zwei Fronten kämpfen, gegen das Ebola- und das Coronavirus. „In diesem konfliktreichen Land wird das eine große Herausforderung werden.“

Sollte die Zahl der Corona-Patienten so rasant ansteigen wie zuletzt in Europa, wäre das kongolesische Gesundheitssystem „völlig überfordert“, warnte Hansen. „Intensivbetten, Beatmungsgeräte, Schutzmasken: Es mangelt in diesem Land an allem.“ Eine weitflächige Ausbreitung des Coronavirus würde daher für viele Menschen den Tod bedeuten.

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Der Experte äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Erfahrung mit der Bekämpfung von Ebola den Menschen zugute kommen könnte. In den Gesundheitseinrichtungen habe man zuletzt viel gelernt, um eine Ausbreitung von Viren zu verhindern. Die Malteser unterstützen die Einrichtungen nach eigenen Angaben mit Sauerstoffgeräten, Schutzausrüstungen, Handwaschstationen und Schulungen für das Personal. Zudem sei ein Lied für lokale Radiosender komponiert worden, um die Bevölkerung über die Risiken einer Ansteckung aufzuklären.

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