Schick: Deutschland soll global für Religionsfreiheit eintreten

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  • Deutsche Bischofskonferenz - 29.10.2019

Deutschland muss sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass alle Staaten ihren Bürgern das Recht auf Religionsfreiheit zuerkennen. Das forderte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Montagabend in Berlin. Der Wert der Religionsfreiheit sei ein großes Plus, so Schick, der die Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz leitet.

„Die Unfreiheit in Religionsfragen hemmt eine Gesellschaft in guter Entwicklung und gutem Fortschritt“, sagte er beim 12. Hohenschönhausen-Forum der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zum Thema „Religionen in Diktatur und liberalem Rechtsstaat“.

Bei einer Podiumsdiskussion betonte der Erzbischof, das Recht auf Religionsfreiheit beinhalte auch, dass man eine Religion verlassen oder zu einer anderen konvertieren könne. „Menschen, die aus der Kirche austreten, treten deswegen aber noch nicht aus der Religion aus“, sagte Schick. „Da sollte man vorsichtig sein.“ Es gebe in allen westlichen Gesellschaften derzeit eine große Institutionenkritik, die nicht nur die Kirchen, sondern auch Parteien oder Gewerkschaften betreffe.

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In vielen Teilen der Welt werden Kirchen, christliche Gemeinschaften und einzelne Gläubige bedrängt, verfolgt und in ihren Grundrechten verletzt. Das Internetportal Weltkirche stellt für Sie einige wichtige Hintergrundinformationen und Dokumente zu den Themen „Bedrängte Christen“ und „Religionsfreiheit“ zusammen.


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„Ich kenne sehr viele Menschen, die aus der Kirche aus verschiedenen Gründen austreten, etwa weil sie die Kirchensteuer nicht zahlen wollen oder weil die Kirche viel Mist gemacht hat – aber sie sagen weiter: Ich bin Christ“, so der Erzbischof. Allerdings brauche es die institutionalisierten Kirchen auch weiterhin: Sie achteten darauf, „dass die Religion nicht verwildert“.

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