Schick: Beim eigenen Konsum an Amazonien denken

  • © Bild: KNA
  • Amazonas-Synode - 28.08.2019

Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, mit dem eigenen Konsum der Umweltzerstörung in Amazonien entgegenzuwirken. „Fair gehandelte Produkte sind ein Beitrag zum Schutz der indigenen Bevölkerung“, sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz dem „Fränkischen Tag“.

„Wer sich fleischreduziert und aus der eigenen Region ernährt, tut – zumindest indirekt – etwas für die Bevölkerung Amazoniens“, so Schick weiter.

Auch Sparsamkeit im Wasserverbrauch, Energiesparen und der Kauf von Möbeln, die nicht aus Regenwaldholz gefertigt seien, könnten helfen, das Amazonasgebiet als grüne Lunge zu erhalten. Mit Blick auf die bevorstehende Synode zu Amazonien sagte der Erzbischof, diese solle sich für die Menschen dort engagieren. „Wir sorgen uns um sie.“ In Amazonien litten die Menschen an den Folgen des Klimawandels sowie an politischen Entscheidungen und Maßnahmen, die ihnen den angestammten Lebensraum nähmen. Und wenn ein Glied in der katholischen Kirche leide, litten alle anderen mit, so Schick.

Weltkirche-Blog - 27.08.2019

Mit dem Versprechen, für Importe von Rindfleisch und Soja niedrigere Zölle zu verlangen, macht sich Deutschland an den verheerenden Waldbränden im Amazonasgebiet mitschuldig. Ein Kommentar von Klemens Paffhausen vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat.


Zum Blog

Religiöse Gruppen appellieren wegen Waldbränden an Regierung

Unterdessen starteten verschiedene religiöse Organisationen in Berlin mit Blick auf die Waldbrände im Amazonasgebiet einen Aufruf an die Bundesregierung. „Die menschengemachte Zerstörung der Schöpfung ist unerträglich und die Empörung in unserem Land noch zu leise“, heißt es in dem Appell.

Es sei an der Zeit, „laut zu werden und gemeinsam für das Überleben unseres Planeten die Stimme zu erheben“. Die Bundesregierung müsse konkrete Hilfsangebote zur Entschärfung der Lage im Amazonas geben.

Zu den Organisationen gehören vor allem muslimische Verbände wie der Berliner Landesverband des Zentralrats der Muslime in Deutschland und das Islamische Jugendzentrum Berlin. Auch das Interkulturelle Zentrum Genezareth in Berlin sowie die evangelische Pfarrerin Gerdi Nützel haben unterzeichnet.

© KNA