Sternsinger schreiben Segen an Tür
Gutes Jahresergebnis 2022 – trotz Corona-Beschränkungen

Sternsinger sammeln 38,6 Millionen Euro

Aachen/Düsseldorf ‐ Trotz der Einschränkungen im zweiten Corona-Winter ziehen die Sternsinger eine positive Bilanz der 64. Aktion Dreikönigssingen (2022). Der Segen habe erneut viele Menschen erreicht, so Sternsinger-Präsident Bingener.

Erstellt: 20.09.2022
Aktualisiert: 20.09.2022
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Die Sternsinger haben trotz der Einschränkungen im zweiten Corona-Winter ein beeindruckendes Sammelergebnis erzielt. 38,6 Millionen Euro (exakt: 38.564.215,71 Euro) kamen bei der 64. Aktion Dreikönigssingen zusammen. In vielen der 8.423 Gemeinden und Gruppen nutzten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2022 alternative Aktionsformen, um kontaktlos den Segen zu den Menschen zu bringen und Spenden für Gleichaltrige in aller Welt zu sammeln. Seit dem Start der Aktion 1959 kamen damit insgesamt rund 1,27 Milliarden Euro zusammen. Mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit seit Beginn der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder unterstützt werden.

Auch im zweiten Aktionsjahr in Folge mussten die Sternsinger wegen der Corona-Pandemie vielfach auf die traditionellen Hausbesuche verzichten. Die Verteilung von Segensbriefen; Sternsinger-Stände an belebten Orten oder Sternsinger-Drive-ins – dank der 2021 bereits gesammelten Erfahrungen gelang es den Begleitenden gemeinsam mit ihren Sternsingergruppen erneut, alternative und kontaktarme Aktionsformen vor Ort umzusetzen.

8.423 Sternsingergruppen unterwegs

Wie aus Informationen der Sternsingeraktion hervorgeht, waren im Jahr 2022 deutschlandweit 8.423 Sternsingergruppen unterwegs. Die meisten Gruppe wurden in den Bistümern Augsburg (890), Rottenburg-Stuttgart (817), Regensburg (627) sowie München und Freising (534) gezählt. Am meisten wurde mit 4.240.939,03 € im Bistum Rottenburg-Stuttgart gesammelt.

Die Träger der Aktion Dreikönigssingen, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zeigten sich in einer Mitteilung dankbar für diesen Einsatz der vielen kleinen und großen Königinnen und Könige. „Der Segen der Sternsinger hat trotz schwieriger Bedingungen erneut die Menschen erreicht. Die Sternsingerinnen und Sternsinger haben gemeinsam mit ihren Begleitenden wieder Großes geschafft.“ Dafür gebühre ihnen Lob, Respekt und ein herzliches Dankeschön, soPfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks.

Ähnlich äußerte sich BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach, der sich von dem Engagement der jungen Menschen in den Gemeinden beeindruckt zeigte. „Für ihren Einsatz und für das tolle Ergebnis gilt den Sternsingerinnen und Sternsingern sowie allen Begleiterinnen und Begleitern unser großer Dank.“

Hoffnung auf Haustürbesuche bei der kommenden Aktion

Die Verantwortlichen im Kindermissionswerk und beim BDKJ hoffen nun, dass sich die Sternsinger bei ihrer kommenden Aktion wieder überall auf den Weg zu den Menschen machen können. „Der Gesang an den Haustüren, das Anschreiben des Segens, das Sammeln der Spenden – das Sternsingen ist eine so wunderbare Aktion, die von den persönlichen Begegnungen lebt“, macht Pfarrer Bingener deutlich. Domvikar Ottersbach schloss sich dem an. „Bei aller Kreativität und bei allem Reiz der alternativen Formen: Wenn die Kinder mit Kronen und Stern vor den Haustüren stehen, dann ist das für viele Menschen ein wichtiger Moment. Dann wird deutlich, was es heißt, gesegnet zu sein.“

Von weltkirche.de/KMW/KNA