Tagung nimmt politische Diskurse von Pfingstbewegungen in den Blick

  • Weltkirchliches Lernen - 08.07.2021

In vielen Ländern verzeichnen Pfingstkirchen einen großen Mitgliederzuwachs – und bringen sich immer selbstbewusster in den politischen Prozess und die Öffentlichkeit ein. Eine mehrtätige Online-Tagung des Instituts für Weltkirche und Mission beschäftigt sich daher Ende Juli mit der Frage, wie sich das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik durch die religiöse Einfärbung politischer Diskurse und die nachhaltige Veränderung im Selbstverständnis pentekostaler Christen verändert.

Die aktuellen Entwicklungen in den Pfingstkirchen, die Wissenschaft, Kirchen, Politik und Zivilgesellschaft herausfordern, werden bei der Konferenz von Fachleuten aus Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Europa beleuchtet und diskutiert. Vertreter*innen von Theologie, Soziologie und Politikwissenschaft, Religionswissenschaften und Pentekostalismusforschung haben ihre Teilnahme bereits bestätigt.

Neben der akademischen Auseinandersetzung wird auch Raum für pastorale Fragen und Anregungen geboten. Hauptziel der Konferenz ist es, das Phänomen des politischen Pentekostalismus aus den verschiedenen Perspektiven seiner Situierung in den Kontinenten Afrika, Asien und Lateinamerika wahrzunehmen und komparativ Deutungs- oder Begründungsmuster zu validieren oder zu relativieren.

Mit verschiedenen Formaten wie Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Get-Together-Treffen soll auf der Tagung vom 28. bis zum 30. Juli 2021 Raum für intensiven Austausch und Vernetzung geboten werden. Die Teilnahme ist kostenfrei; für Teilnehmende wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche, Englische und Spanische angeboten.

Anmeldung

Das Institut für Weltkirche und Mission lädt Pentekostalismusforscher*innen weltweit ein, die sich für den Vergleich unterschiedlicher Situierung des Phänomens interessieren. Auch Studierende und Promovierende der oben genannten Fachrichtungen, die sich einen umfassenden Überblick verschaffen und Orientierung für ihre Forschungsarbeit erhalten möchten, sind willkommen. Ihnen bieten insbesondere die geplanten Neigungsgruppen die Gelegenheit, in direkten Austausch mit einzelnen Expert*innen zu treten und gezielt Fragen zu stellen.

Ebenso eingeladen sind kirchliche Akteur*innen, die im pastoralen Umfeld mit dem verstärkten Engagement von pententekostalen Kirchen konfrontiert sind und dadurch herausgefordert werden. In diesem Zusammenhang werden auch Missionswissenschaftler*innen angesprochen, die sich mit der Frage kirchlicher Präsenz und christlicher Verkündigung unter postsäkularen Bedingungen auseinandersetzen.

Darüber hinaus richtet sich die Konferenz an alle Personen, die sich für die Frage nach der Verhältnisbestimmung von Religion und Politik in der Gegenwart interessieren oder sich politisch, kirchlich oder zivilgesellschaftlich engagieren.

Infos und Anmeldung

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