Renovabis-Geschäftsführer Hartl kehrt nach Augsburg zurück

  • Personalie - 22.03.2021

Christian Hartl (57), Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis, kehrt zum 1. Oktober in sein Heimatbistum Augsburg zurück. Der Pfarrer stand fünf Jahre an der Spitze von Renovabis, das entspricht einer regulären Amtszeit. Über seine Nachfolge werde die Deutsche Bischofskonferenz voraussichtlich im April entscheiden, teilte das Hilfswerk am Freitag in Freising mit.

Der für Renovabis zuständige Berliner Erzbischof Heiner Koch würdigte Hartl als „geschätzten und gesuchten Brückenbauer zwischen den Menschen und Gemeinden in Ost- und Westeuropa“. Der Pfarrer war in den vergangenen beiden Jahren zusätzlich Sprecher des Zusammenschlusses der katholischen weltkirchlichen Hilfswerke in Deutschland.

Hartl sprach im Zusammenhang mit der Partnerschaftsarbeit von einem „faszinierenden Netzwerk weltkirchlich engagierter Akteure“. Er sei dankbar für wertvolle Kontakte und Begegnungen und auch für kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während seiner Zeit bei Renovabis. Nach neun Jahren freue er sich auf die Rückkehr in seine Heimat.

Der promovierte Theologe war lange in der Priesterausbildung tätig, zuletzt von 2012 bis 2016 in einem überdiözesanen Spätberufenenseminar in Rheinland-Pfalz. Der Mitteilung zufolge wird er Bischöflicher Beauftragter für geistliches Leben in der Diözese Augsburg und Geistlicher Direktor des Exerzitienhauses Leitershofen. In diesem Zuge würden die diözesanen Fachbereiche Exerzitien und geistliche Begleitung direkt dem Bischofshaus zugeordnet. Bischof Bertram Meier macht damit laut seiner Pressestelle das Thema „Spiritualität“ zur Chefsache.

Meier erklärte, er nehme bei allen strukturellen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit in seinem Bistum eine „Vernachlässigung des Geistlichen“ wahr. „Wir beschäftigen uns viel mit Verwaltung, Finanzen und Recht. Das bindet Zeit, Kraft und Energie. Dabei rutscht mitunter unser Markenkern in den Hintergrund: die Besinnung auf unser spirituelles Fundament und die Verkündigung des Evangeliums.“

Renovabis

Renovabis ist das jüngste der katholischen Hilfswerke in Deutschland. 1993 vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und den Bischöfen als Solidaritätsaktion gegründet, förderte es seither rund 25.200 Projekte im Osten Europas mit fast 800 Millionen Euro. Das Geld stammt vor allem von Spenden deutscher Katholiken, dazu kommen Mittel der Bundesregierung.

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Jahresaktion

Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis stellt Schöpfungsverantwortung und Umweltschutz in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Kampagne. Nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft stehen die Menschen im Osten Europas beim Umwelt- und Klimaschutz vor großen Herausforderungen.


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