Neuer Lateinischer Patriarch von Jerusalem ins Amt eingeführt

  • c Bild: Andrea Krogmann/KNA
  • Heiliges Land - 07.12.2020

Mit dem feierlichen Einzug in die coronabedingt fast leere Grabeskirche ist Erzbischof Pierbattista Pizzaballa am Freitag in sein neues Amt als Lateinischer Patriarch von Jerusalem eingeführt worden. Als bevorstehende Herausforderung nannte der 55-jährige Italiener bei der Feier unter anderem die Notwendigkeit für einen neuen Glaubensimpuls, der die verschiedenen Gebiete und Kulturen des Bistums berücksichtige.

Als oberster Hüter der katholischen Heiligen Stätten im Heiligen Land begrüßte Franziskanerkustos Francesco Patton seinen Ordensbruder Pizzaballa. Er hoffe, dass dieser als Pastor der Mutterkirche von Jerusalem allen helfen werde, den Glauben zu bewahren und offen zu sein für die gesamte Welt.

Der Papstbotschafter im Heiligen Land, Erzbischof Leopoldo Girelli, verlas die Ernennungsbulle, in der Franziskus Pizzaballa als fähig und erfahren bezeichnete, „diese wichtige Rolle als Patriarch“ übernehmen zu können. Anschließend erhielt Pizzaballa den Bischofsstab durch Generalvikar Weihbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo und nahm als Zeichen der Ergreifung seines Bistums auf der Kathedra Platz.

Seinen bisherigen Dienst als Übergangsleiter des Patriarchats beschrieb Pizzaballa in seiner Ansprache als „intensive und schwierige Jahre, aber auch reich an wundervollen Erfahrungen“. Das neue Amt erfülle ihn mit „Gefühlen der Angst angesichts einer Mission, die meine Kompetenzen übersteigt“. An der Feier nahmen auch Vertreter der verschiedenen Kirchen Jerusalems sowie Diplomaten teil.

Im Anschluss zog Pizzaballa zur Co-Kathedrale des Patriarchats, wo eine kurze Begrüßungsfeier für den Klerus sowie Vertreter der Ordensgemeinschaften geplant war. Sein erstes Pontifikalamt in der Grabeskirche feiert Pizzaballa am Samstagmorgen. Ab Sonntag empfängt er Glückwünsche von Delegationen und Einzelpersonen – wegen Covid-19 nach vorheriger Anmeldung und unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

© Text: KNA