Missio Aachen verstärkt interreligiösen Dialog – mehr Einnahmen

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  • Jahresbericht - 28.08.2020

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen hat 2019 sein Projekt- und Kampagnenvolumen gegenüber 2018 um knapp 900.000 Euro auf 47,4 Millionen Euro gesteigert. Dies geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, der am 24. August vorgestellt wurde. Danach unterstützte Missio Aachen in 68 Ländern die Aus- und Weiterbildung, Seelsorge, kirchliche Sozialarbeit, den Unterhalt und das gesellschaftliche Engagement der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien mit 946 Projekten. Insgesamt verfügte das Hilfswerk im vergangenen Jahr über einen ausgeglichenen Haushalt von 52,35 Millionen Euro.

„Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit lag 2019 in der Förderung des interreligiösen Dialoges“, sagte Missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener bei der Vorstellung des Berichtes. Hier wurden 2019 in 20 Ländern 58 Projekte mit rund 2,6 Millionen Euro finanziert. „Unsere Partner im globalen Süden arbeiten oft unter sehr schwierigen Bedingungen, die durch Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt sind. So entstehen Konflikte, in denen die Religion für politische Zwecke missbraucht wird. Für unsere Partner ist der interreligiöse Dialog eine immer wichtigere Voraussetzung, um Konflikten vorzubeugen und sie zu befrieden. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unsere Zusammenarbeit auf diesem Feld weiter ausbauen“, so Pfarrer Bingener.

Insgesamt konnte Missio Aachen 2019 seine Einnahmen um rund 1,325 Millionen Euro gegenüber 2018 auf 52,35 Millionen Euro steigern. Dies ist vor allem der erstmaligen Kooperation mit der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE) und höheren Vermächtnissen aus Testamenten und Nachlässen zu verdanken. Gegen den Trend der zurückgehenden Spendenbereitschaft für kirchliche Organisationen konnten die allgemeinen und zweckgebundenen Spenden leicht gesteigert und damit stabilisiert werden. Der Anteil der laufenden Werbe- und Verwaltungsausgaben von Missio Aachen betrug 2019 entsprechend den Regularien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) 9,58 Prozent. Das DZI stuft Ausgaben in diesem Bereich von weniger als zehn Prozent als „niedrig“ ein.

Gesunken sind die Einnahmen aus den Gottesdienstkollekten zum Weltmissionssonntag und zum Afrikatag. Dies geht insbesondere auf die zurückgehende Zahl der Gottesdienstbesucher zurück. „Angesichts von Corona wird die Kollekte im Oktober zum Weltmissionssonntag für uns zu einer besonderen Herausforderung, weil wir noch nicht absehen können, wie dann der Gottesdienstbesuch ist“, sagte Pfarrer Bingener. Schwerwiegende Einbrüche bei dieser Kollekte am 25. Oktober „hätten für unsere Partner schlimme Folgen, weil die ärmsten Regionen der Welt gerade in Zeiten von Corona unsere Solidarität dringender denn je brauchen“, so Pfarrer Bingener. „Deshalb sind wir zum Weltmissionssonntag in diesem Jahr besonders auf die Solidarität der Menschen in Deutschland angewiesen“, unterstrich Bingener.

Neben der Projektarbeit fördert Missio Aachen durch Kampagnen, Lobbyarbeit und Gebetssolidarität das weltkirchliche Bewusstsein, um den Anliegen der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien in Deutschland Gehör zu verschaffen.

 

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Den kompletten Jahresbericht 2019 von missio Aachen können Sie nachlesen oder herunterladen unter www.missio-hilft.de/jahresbericht.


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© Text: Missio Aachen