Corona-Update: Die Kurzmeldungen vom 11.08.2020

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  • Corona-Pandemie - 11.08.2020

In Brasilien sind seit dem 12. März über 100.000 Menschen mit Covid-19 gestorben, Entwicklungsminister Müller fordert eine Stärkung der WHO – und die mexikanische Kirche stellt eine neue Corona-Arbeitsvermittlungsplattform ins Internet. Die Kurzmeldungen.


Brasilien überschreitet die Marke von 100.000 Corona-Toten

Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Die von den größten Medienunternehmen des Landes ermittelte Todeszahl lag demnach am Samstag gegen 14 Uhr (Ortszeit) bei 100.240. Die Zahl der Infizierten nähert sich mit nun 2.988.796 der Marke von 3 Millionen.

Brasiliens erster Corona-Todesfall hatte sich am 12. März ereignet, als eine 57-jährige Frau in Sao Paulo verstarb. Seitdem wurden Todesfälle in zwei Dritteln der 5.570 Gemeinden des Landes registriert. Ein Ende der Leidenszeit für das südamerikanische Land ist nicht abzusehen: In 34 der vergangenen 37 Tage lag der tägliche Mittelwert bei über 1.000 Toten. Dabei werden die Todeszahlen der vergangenen sieben Tage addiert und durch sieben geteilt.

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Solidaritätsaktion - 08.09.2020

Gäste aus der Weltkirche werden im Monat der Weltmission 2020 Corona-bedingt wohl nicht anreisen können. Dennoch sind vielerlei Solidaritätsaktionen möglich. Die Missio-Werke haben deshalb entsprechende Handreichungen veröffentlicht.

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Entwicklungsminister fordert Ausbau der WHO

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert eine wirksamere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Pandemien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse zu einem „Welt-Pandemie-Zentrum“ ausgebaut werden, sagte er im Interview der „Welt am Sonntag“.

Weltweit erkrankten jährlich 2,5 Milliarden Menschen an Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. „Ebola, Aids, Schweine- und Vogelgrippe, auch das Coronavirus gehört dazu“, erklärte Müller. „2,7 Millionen Menschen sterben an diesen Zoonosen. Ein besseres Monitoring von Neuinfektionen, ein weltweiter Forschungsverbund sowie operative Maßnahmen zur Bekämpfung sind daher dringend notwendig.“

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Kirche in Mexiko startet Plattform für Arbeitsuchende

Die Kirche in Mexiko gibt den Startschuss für ein neues Hilfsprojekt für Arbeitsuchende in der Corona-Pandemie. Es ist Teil der kirchlichen Kampagne „Familien ohne Hunger“. Über die Website YoQuieroTrabajar.mx (Ich will arbeiten) sowie eine Hotline stellt die Bischofskonferenz Arbeitsuchenden und Kleinunternehmern Arbeitsmarktinformationen zur Verfügung. Unternehmen ruft die Kirche auf, freie Stellen zu melden.

Mexiko ist wie mehrere andere Länder Lateinamerikas besonders hart von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Unterschiedlichen Prognosen zufolge wird die Armutsrate im Zuge deutlich steigen.

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Dossier

Wie gehen Staaten und Religionsgemeinschaften weltweit mit der Herausforderung Covid-19 um? Das Corona-Dossier von weltkirche.de bietet Antworten.


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Israelische Chirurgen: Keine Segelohren durch Maskentragen

Plastische Chirurgen in Israel geben Entwarnung: Das Tragen von Masken führt nicht zu Segelohren. Die Entwicklung des Gehörgangs sei im Alter von sechs Jahren abgeschlossen; die Struktur des Ohrs verändere sich also nicht „durch Druck eines Gummibandes oder einer Kordel“, reagierte eine Gruppe plastischer Chirurgen laut der Zeitung „Jerusalem Post“ (Montag) auf Anfragen besorgter Bürger. Wer sich dennoch vor abstehenden Ohren fürchte, könne auf einen Schal oder ein Tuch ausweichen, so die Ärzte.

In Israel besteht seit Ende März Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Zuwiderhandlungen können mit bis umgerechnet 125 Euro Strafe geahndet werden.

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