23.000 Menschen flüchten vor Gewalt im Nordwesten Nigerias

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  • Flucht und Asyl - 12.05.2020

Aufgrund anhaltender Gewalt im Nordwesten Nigerias sind allein im April 23.000 Menschen in das Nachbarland Niger geflohen. Insgesamt leben in der Grenzregion aktuell mehr als 60.000 nigerianische Geflüchtete, wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR am Dienstag in Genf mitteilte.

Grund für die Flucht sind Übergriffe von bewaffneten Banden, wovon seit rund einem Jahr vor allem die Bundesstaaten Sokoto, Zamfara und Katsina betroffen sind. Auch kommt es dort immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Farmern und Viehhirten sowie Selbstverteidigungsgruppierungen. Bei einem besonders schweren Angriff kamen im April in drei Landkreisen in Katsina 47 Menschen ums Leben. Häufig kommt es zudem zu Entführungen, womit Lösegeld erpresst werden soll.

Betroffen ist mittlerweile auch das Grenzgebiet auf nigrischer Seite, wo es nach UNHCR-Angaben bereits 19.000 Binnenflüchtlinge gibt. Trotz geschlossener Grenzen zur Eindämmung des Coronavirus dürfen Vertriebene aus Nigeria im Nachbarland Schutz suchen.

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