Präsident lädt Papst zu Besuch in Indonesien ein

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  • Weltkirche - 28.02.2020

Der indonesische Präsident Joko Widodo hat Papst Franziskus offiziell zu einem Besuch des mehrheitlich islamischen Landes eingeladen. In seinem Einladungsschreiben betonte Widodo, eine Visite des Papstes würde die Bindungen zwischen Christen und Muslimen in dem Land weiter stärken, wie der asiatische Pressedienst Ucanews am Montag berichtete.

„Ermutigt“ zu diesem Vorstoß habe den Präsidenten der katholische Geistliche Antonius Benny Susetyo. Er gehört einem Gremium an, das Widodo in Fragen religiöser Toleranz in Indonesien berät. Susetyo ist zudem langjähriges Mitglied der Bischofskommission für die Beziehungen zwischen den Religionen sowie Mitbegründer des renommierten Setara-Instituts für Frieden und Demokratie in Jakarta. 

Susetyo verwies auf die Präambel der indonesischen Verfassung, die den Inselstaat als säkulare Republik definiert und für religiöse Vielfalt steht. Einflussreiche und konservative islamische Organisationen stellen diese Vorgaben seit längerem infrage.

Mit der Einladung Widodos verdichten sich die Anzeichen einer möglichen Asienreise von Papst Franziskus im September. Zuletzt hatte Franziskus laut Medienberichten bei einer Begegnung mit Yahya Cholil Staquf über eine solche Visite gesprochen, die ihn auch in die Nachbarländer Osttimor und Papua-Neuguinea führen könnte. Staquf ist Generalsekretär der Nadhlatul Ulama (NU), mit rund 50 Millionen Mitgliedern die größte muslimische Organisation in Indonesien.

 

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