Debatte über Neuausrichtung der Entwicklungspolitik

Hilfswerk Misereor: Förderbedarf in Mittelamerika weiter hoch

Berlin  ‐ Das Entwicklungsministeriums reformiert seine Arbeit – und kürzt dabei Förderung ein. Dort, wo es nun weniger gibt, sei der Bedarf aber weiterhin hoch, warnt das Hilfswerk Misereor. Es gehe um elementare Bedürfnisse.

Erstellt: 23.01.2026
Aktualisiert: 23.01.2026
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Trotz der geplanten Umstellung der Entwicklungszusammenarbeit sieht das Hilfswerk Misereor weiterhin sehr großen Förderbedarf in Mittelamerika und Asien. Misereor müsse weiterhin Projekte in Ländern wie Bangladesch, Afghanistan und in Mittelamerika unterstützen, sagte das kirchliche Hilfswerk am Freitag in Berlin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei stünden vor allem Themen wie Ernährungssicherung, Berufsbildung und die Versorgung von Geflüchteten im Vordergrund.

Den Reformplänen von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) zufolge sollen die deutschen Entwicklungsgelder in Zukunft vor allem in den ärmsten Ländern in Afrika eingesetzt werden. In anderen Regionen, etwa in Südamerika oder Südostasien, sollen Förderungen etwa bei der Bekämpfung von Fluchtursachen auslaufen. Kooperationen mit aufstrebenden Volkswirtschaften, wie Mexiko oder Südafrika, sollen künftig grundsätzlich über zurückzuzahlende Kredite laufen.

Im laufenden Jahr liegen die Mittel im Haushalt des Ministeriums bei rund 10 Milliarden Euro, für das vergangene Jahr waren 10,3 Milliarden eingeplant. Beide Summen liegen deutlich unter den Etats der vergangenen Jahre.

KNA