Bonifatiuswerk unterstützt Diaspora-Arbeit mit 12 Millionen Euro

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  • Paderborn - 16.01.2022

Mit rund 12 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in diesem Jahr Projekte für Christen in Minderheitensituationen. Schwerpunkt der Förderung in deutschen, nordeuropäischen und baltischen Regionen seien die Bereiche Glauben, Kinder und Jugendliche, Bauen sowie Verkehr, teilte der Verein am Montag in Paderborn mit. „Als Hilfswerk für den Glauben werden wir auch in diesem Jahr Projekte fördern, die den Menschen Zuversicht geben, wo sie Gemeinschaft und Sinnstiftung, caritative Hilfe und Glaubensbildung erfahren“, erklärte Generalsekretär Georg Austen.

Die höchste Fördersumme fließt mit 2,35 Millionen Euro in die Bauhilfe. Unterstützt werden Orte, an denen „Menschen zusammenkommen und gemeinsam den christlichen Glauben leben“, wie es hieß.

Mit rund 1,7 Millionen Euro werden laut Angaben die Kinder- und Jugendhilfe bezuschusst. Religiöse Bildungsarbeit fördere das Hilfswerk mit rund 1,2 Millionen Euro, Personalstellen für pastorale Projekte mit 348.000 Euro. Weitere 150.000 Euro seien für den Freiwilligendienst in Nordeuropa und dem Baltikum vorgesehen. Für die sogenannten Boni-Busse in den Diasporagemeinden in Deutschland, in Nordeuropa und im Baltikum stünden 532.000 Euro zur Verfügung.

Das Bonifatiuswerk entwickelt eigenen Angaben zufolge zudem derzeit eine „Firm-App“ zur Firmvorbereitung für Jugendliche. Da gläubige Katholiken in der säkularen Gesellschaft mittlerweile überall in der Minderheit seien könnten, fördere der Verein auch innovative pastorale Projekte über das Programm „Räume des Glaubens eröffnen“. So sollen Menschen angesprochen werden, die durch die klassischen Angebote der Gemeinden nicht erreicht würden.

Das Bonifatiuswerk mit Sitz in Paderborn unterstützt Katholiken in einer Minderheitensituation. Seine Mittel bezieht es aus Vermächtnissen, Schenkungen, Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen sowie aus einer jährlichen bundesweiten Sammlung.

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