Bonifatiuswerk eröffnet bundesweite Diaspora-Aktion in Würzburg

  • Hilfswerke - 09.10.2020

„Werde Hoffnungsträger“ – so heißt das Leitwort der diesjährigen Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken. Das teilte das Hilfswerk am Freitag in Paderborn mit. Es will demnach mit dem bundesweiten Programm über die Herausforderungen katholischer Christen informieren, die als Minderheit in der Gesellschaft ihren Glauben leben – nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch in Nordeuropa. Die Diaspora-Aktion wird jährlich in einem anderen Bistum eröffnet, diesmal am 8. November in Würzburg. Am 15. November wird dann in allen deutschen Diözesen für Projekte des Bonifatiuswerks gesammelt.

Zum Leitwort hieß es, als dieses vor zwei Jahren festgelegt worden sei, habe niemand ahnen können, wie prophetisch es sich in Anbetracht der Corona-Krise erweisen würde. „Das Bonifatiuswerk möchte zum Ausdruck bringen, wie wichtig gerade in diesen belastenden Zeiten Hoffnung und Solidarität untereinander sind.“ Dazu müsse die Hoffnung in Menschen verkörpert sein, die andere inspirierten – „so wie Jesus Christus, der für uns Christen die personifizierte Hoffnung ist“.

Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerks, ergänzte, seine Organisation spüre die Folgen der Pandemie unmittelbar. „Bisher zeichnet sich ein deutlicher Rückgang unserer Kollektengelder durch ausgefallene oder verschobene Erstkommunion- und Firmfeiern ab, und dadurch, dass nur eine sehr begrenzte Anzahl an Menschen die Gottesdienste besuchen können, befürchten wir auch einen Rückgang der Spenden zum Diaspora-Sonntag.“

Weiter sagte Austen, die Pandemie habe „eine neue Dimension“ geschaffen: „Wir alle erleben derzeit ein bisschen, wie es sich wohl anfühlen mag, in der Diaspora zu leben. Vereinzelt, zerstreut, ohne die Möglichkeit in einer großen Gemeinschaft Gottesdienst zu feiern, sich zu treffen um zu singen und gemeinsam zu beten.“ Doch die Diasporaerfahrung trenne nicht, sondern schweiße tiefer im Glauben zusammen.

Für 2020 hat das Bonifatiuswerk 13,4 Millionen Euro zur Förderung der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora veranschlagt. Jährlich unterstützt es etwa 1.200 Projekte. Beispielsweise wird das Geld in katechetisches Material, Fahrzeuge für die weiten Wege sowie in Seelsorger investiert.

Bonifatiuswerk

In den Mittelpunkt der diesjährigen Aktion hat das Bonifatiuswerk mit Blick auf den Diaspora-Sonntag am 15. November die Arbeit von Schwester Lydia Kaps und Leonel Oliveira vom Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco in Magdeburg gestellt.


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© Text: KNA