Klimaschutz – Kirche in Bangladesch pflanzt 400.000 Bäume

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  • Asien - 24.08.2020

Mit einer Kampagne zur Pflanzung von 400.000 Bäumen feiert die katholische Kirche in Bangladesch den fünften Jahrestag der päpstlichen Umweltenzyklika „Laudato si“ und den 50. Jahrestag der Gründung des mehrheitlich islamischen Landes. Zudem leiste die Kirche mit den Baumpflanzungen ihren Beitrag zum 100. Geburtstag des Gründers von Bangladesch, Scheich Mujibur Rahman, zitiert der asiatische Pressedienst Ucanews (Montag) Dhakas Kardinal Patrick D'Rozario.

„Das Pflanzen von Bäumen ist eine symbolische Tat der Kirche, um ein nationales Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen“, so der Kardinal. Man setze hauptsächlich Obstbäume, aber auch Bäume für die künftige Holzgewinnung.

Rund 90 Prozent von Bangladesch liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Durch den immer heftiger werdenden jährlichen Monsun sowie den durch die globale Erwärmung steigenden Meeresspiegel gehört es zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern weltweit.

Bangladesch war bis 1947 Teil Britisch-Indiens. Im Zuge der Teilung des Subkontinents in das mehrheitlich hinduistische Indien und das islamische Pakistan wurde auch die Region Bengalen geteilt. Das überwiegend muslimische Ostbengalen wurde Pakistan zugeschlagen. Nach einem blutigen Unabhängigkeitskrieg wurde 1971 der souveräne Staat Bangladesch gegründet.

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Selten ist ein päpstliches Lehrschreiben auch außerhalb der katholischen Kirche mit so großer Spannung erwartet worden wie die Umweltenzyklika von Franziskus – mit gutem Grund: Zum ersten Mal stellt ein Papst ökologische Fragen in den Mittelpunkt einer Enzyklika.


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